Minister Mückstein zu Besuch im St. Pöltens Emmaus-Frauenwohnheim

Foto: (c) Jennifer Vacha

St. Pölten, 12.8.2021 (dsp/mb) Sozialminister Wolfgang Mückstein stattete dem Frauenwohnheim „Brot und Rosen“ der Emmausgemeinschaft St. Pölten einen Besuch ab. Gemeinsam mit Landessprecherin Helga Krismer, Sozialsprecherin Silvia Moser sowie St. Pöltens Stadträtin und Parteisprecherin Christina Engel-Unterberger besichtigte Sozialminister Wolfgang Mückstein das liebevoll geführte Haus.

Im Zuge des Besuchs nahm sich der Sozialminister Zeit für ein ausführliches Gespräch mit dem Obmann der Emmausgemeinschaft St. Pölten Franz Angerer, Geschäftsführer Peter Hirsch sowie der Leiterin des Frauenwohnheimes Rita Olah, die über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen berichteten. „In den Jahren 2004 bis 2020 wurden insgesamt 1.102 Frauen von uns begleitet und unterstützt. Über 3.000 Anfragen erlauben Rückschlüsse auf die Not“, erklärt Rita Olah, Leiterin des Frauenwohnheimes, im Gespräch mit Sozialminister Wolfgang Mückstein.

„Über Obdachlosigkeit wird oft geschwiegen, speziell, wenn Frauen davon betroffen sind spricht man oft von einer so genannten versteckten Obdachlosigkeit. Die Hemmschwelle sich Unterstützung zu suchen ist bei Frauen um ein vielfaches höher, hier spielen Schamgefühl und das Gefühl von persönlichem Versagen eine große Rolle. Viele der betroffenen Frauen suchen auch nicht gleich Unterstützung, sondern kommen bei Bekannten oder Verwandten unter“, weiß Sozialminister Mückstein. „Umso wichtiger sind Einrichtungen wie das Frauenwohnheim hier in St. Pölten, die den Frauen ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Hygiene anbieten, aber auch die Zeit um seelische Wunden heilen zu lassen.“

Bereits seit dem Jahr 2005 ist das Frauenwohnheim in der Stephan Buger-Gasse 13 (davor war das Frauenwohnheim ein Jahr lang in einer Dachgeschoßwohnung untergebracht) in

St. Pölten Anlaufstelle für von akuter Obdachlosigkeit bedrohter Frauen sowie für Frauen mit psychischen Erkrankungen. Das Haus vereint Notschlafstelle (4 Plätze), Tageszentrum und Wohnheim (5 Plätze für akut von Obdachlosigkeit bedrohten Frauen, 12 Plätze für Frauen mit psychischen Erkrankungen) und ist Anlaufstelle für Frauen, die in Not geraten sind.

Ziel ist die Entwicklung von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung im Wohn-, Alltags- und Freizeitbereich sowie die Etablierung am Arbeitsmarkt. Eine Tagesstruktur hilft bei der Rehabilitation und trainiert individuelle Fähigkeiten.

Die Emmausgemeinschaft St. Pölten – Verein zur Integration sozial benachteiligter Personen betreibt an sieben Standorten in St. Pölten Einrichtungen zur Unterstützung für Menschen in Krisensituationen. Dazu gehören Wohnheime, Tageszentren, Notschlafstellen, eine Beratungsstelle sowie Arbeits- und Beschäftigungsplätze für Männer, Frauen und Jugendliche.