Gründonnerstag – es beginnen die „Drei Heiligen Tage“

Letztes Abendmahl am Hochaltar der Pfarrkirche Ruprechtshofen

St. Pölten, 1.4.2021 (dsp/mb) Ostern ist das wichtigste Fest im christlichen Glauben. In den Tagen der Karwoche, von Palmsonntag über die „Drei Heiligen Tage“ bis zum Ostersonntag, erinnert und feiert die Kirche das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi.

Am Gründonnerstag gedenken die Christen des letzten Abendmahls Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend der Kreuzigung. Zum Abendmahl brach Jesus das Brot und teilte den Wein und gab den Jüngern den Auftrag, dies in Zukunft zu seinem Gedächtnis zu tun.

Dabei stehen zwei Symbolhandlungen im Fokus, die Teil dieses Vermächtnisses Christi sind: das gemeinsame Mahl und die Fußwaschung der Jünger. Genau diese beiden Handlungen rückt auch die Kirche am Gründonnerstagabend in den Mittelpunkt. Der Name Gründonnerstag geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche Wort „greinen“ oder „grienen“ zurück, was woviel wie „wehklagen“ bedeutet.

Gedanken zum Fest als Vorbereitung

Vor seinem Tod wollte uns Jesus noch etwas mitgeben. Wir sollen uns gegenseitig unterstützen und einander lieben. Jesus hat sich vor seinen Freunden hingekniet und ihnen die Füße gewaschen, was eigentlich die Aufgabe von Dienern war.

Und dann ist da noch ein zweites Zeichen: Jesus schenkt sich uns im Brot in jeder Eucharistie. Er trägt uns auf, uns zu erinnern: „Wenn ihr gemeinsam esst und euch gegenseitig liebt, bin ich in eurer Mitte.“

Es fliegen die Glocken nach Rom

Dem Volksglauben zufolge fliegen am Gründonnerstag die Glocken nach Rom und kehren erst in der Osternacht beim Gloria wieder zurück. Dazwischen rufen die Ratschenkinder mit ihren lärmenden Instrumenten zum Gebet.