60. Todestag Bischof Michael Memelauer

Gemälde von Bischof Memelauer im Domarchiv

St. Pölten, 30.9.2021 (dsp/kibu/mb) Am 30. September 1961 starb Bischof Michael Memelauer. Sein Leben und Wirken in der Diözese St. Pölten brachte die Regisseurin Anita Lackenberger anschaulich im Dokumentarfilm „Das Land, der Bischof und das Böse – Michael Memelauer“ auf die Kinoleinwand. Pfarren können diesen Film für Vorführungen leihen – Kontakt:  www.kreativloesung.at

Michael Memelauer wurde am 23. September 1874 in der Pfarre Sindelburg geboren. Am 14. Jänner 1897 empfing er die Priesterweihe. 1904 kam er als Domkurat nach St. Pölten. 1917 folgte er als Dompfarrer und setzte während des Niedergangs der Monarchie und in der schwierigen Nachkriegszeit soziale Akzente, wie die Gründung der diözesanen Caritas.

Am 18. April 1927 wurde Michael Memelauer von Papst Pius XI. als Nachfolger von Bischof Johannes Baptist Rößler zum Diözesanbischof ernannt und empfing – als erster Diözesanbischof von St. Pölten – die Bischofsweihe im St. Pöltner Dom. Weihespender war der Wiener Kardinal Friedrich Gustav Piffl.

Mutig trat er 1941 in seiner Silvesterpredigt gegen das NS-Euthanasieprogramm auf. Aus gesundheitlichen Gründen wurde ihm 1952 ein Koadjutor zur Seite gestellt – erst der spätere Wiener Erzbischof und Kardinal Franz König, dann sein Nachfolger Franz Zak.

Der volksnahe und beliebte Bischof Michael Memelauer starb am 30. September 1961 und wurde in der Bischofsgruft des St. Pöltner Doms beigesetzt.