6. Dezember – der Tag des Hl. Nikolaus

Russische Ikone des Hl. Nikolaus

Nikolaus (ca. 270-324) wird im Osten und im Wesen als einer der beliebtesten Volksheiligen verehrt. Über sein Leben wissen wir nur wenig Zuverlässiges, da Legenden, Brauchtum und Geschichte sich überlappen.

Nach einer historischen, aber nicht belegbaren Lebensgeschichte aus dem 6. Jahrhundert war Nikolaus in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra, dem heutigen Demre in der Türkei. Während der Christenverfolgungen soll er gefangen genommen und gefoltert, später aber wieder frei gelassen worden sein. Zahlreiche Legenden schildern ihn als Retter aus Notlagen. Während einer Hungersnot soll er Getreide beschafft haben. Eine andere Legende besagt, dass er drei Mädchen zu einer Mitgift verholfen hat, indem er Geld in die am Kamin aufgehängten Strümpfe warf.

Er wird in allerlei Notlagen angerufen und als Gabenbringer für die Kinder gefeiert. Noch mehr als der Hl. Martin ist der Hl. Nikolaus ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Brauchtums für Kinder geworden, der ihnen, von Haus zu Haus gehend, Gaben bringt, gelegentlich begleitet von Knecht Ruprecht oder dem Krampus.

An seinem Gedenktag gibt es einige Bauernregeln

„Regnet´s an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus“

Trockener Nikolaus, milder Winter rund ums Haus“