58. Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 25. April

"Wofür lebst du?" Foto: © katholisch.at

St. Pölten, 24.4.2021 (dsp/mb) Mit einer 24 Stunden dauernden Gebetsaktion unter dem Motto "Werft die Netze aus" macht die katholische Kirche heuer für geistlichen Berufungen mobil. Am Sonntag, 25. April, bzw. bereits ab dem Vorabend wird beim "Weltgebetstag für geistliche Berufungen" über die Landesgrenzen hinweg in Pfarren, Ordensgemeinschaften, Gebetskreisen und privaten Einrichtungen für neue Berufungen zu Priestern, Ordensfrauen oder -brüdern gebetet. Aufgrund der Corona-Pandemie werden etliche Veranstaltungen auch live im Internet gestreamt.

Der Ruf Gottes sei "sehr unterschiedlich, vielfältig und immer spannend", unterstrich der Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer, der neue Referatsbischof für Berufungspastoral und das Canisiuswerk in der Österreichischen Bischofskonferenz, im Vorfeld. Sowohl der Ruf zum Christsein, zur Ehe, zum Dienst in der Kirche oder auch an den Mitmenschen könne damit gemeint sein. Immer sei Gott jedoch ein "Freund des Lebens", der den Menschen zur "Fülle" führen wolle.

Der Weltgebetstag wird seit seiner Einführung im Jahr 1964 durch Papst Paul VI. jeweils am vierten Sonntag der Osterzeit begangen. Wie Hofer bemerkte, ist das diesjährige Motto "Worauf wartest du?" vom Johannesevangelium (1,38) inspiriert; die Apostel Andreas und Johannes fragen an dieser Stelle Jesus: "Meister, wo wohnst du?", worauf dieser "Kommt und seht" antwortet - und die beiden mit ihm gehen, und zwar "ohne zu warten", so Weihbischof Hofer.

Papst Franziskus hat bereits am 19. März den inhaltlichen Rahmen für den Weltgebetstag abgesteckt: Am Tag des heiligen Josef, dem in der katholischen Kirche das Jahr 2021 in besonderer Weise gewidmet ist, stellte er dessen Leben und Berufung ins Zentrum seiner Botschaft. Als Schlüsselbegriffe des Nährvaters Jesu wie auch eines geistlichen Berufungsweges nannte das Kirchenoberhaupt "Traum, Dienst und Treue".

Die Evangelien berichten, dass Josef auf eigene Pläne verzichtete, um stattdessen dem Ruf Gottes zu folgen, sich in den treuen Dienst der wachen und aufmerksamen Sorge für die ihm anvertrauten Menschen zu stellen, hebt Franziskus dabei hervor. Der göttliche Ruf dränge dazu, hinauszugehen, sich hinzugeben und in diesem Wagnis das Leben zu einem "Meisterwerk" zu machen.