3. Februar - Gedenktag des Heiligen Blasius

Hl. Blasius beim Spenden seines Segens

St. Pölten, 3.2.2021 (dsp/mb) „Heute ist Blasiustag“, sagen unsere Eltern und Großeltern. Aber wer war der heilige Blasius? Und warum gibt es einen Blasiussegen an diesem Tag oder den Sonntagen davor und danach?

Blasius von Sebaste war der Überlieferung nach Bischof von Sebaste in Kleinasien - heute Sivas in der Türkei. Er erlitt im Jahr 316 unter Kaiser Licinius nach schrecklichen Qualen den Märtyrertot. Der Heilige Blasius zählt zu den vierzehn Nothelfern. 

Legenden rund um das Leben des Bischofs

Nach der Legende soll Blasius sich wegen der Christenverfolgung in einer Höhle versteckt haben, wo er von wilden Löwen, Tigern und Bären bewacht wurde. Vögel trugen ihm Nahrung zu, er segnete wilde Tiere und heilte ihre Verletzungen. Die Jäger fanden kein Wild mehr, da sich alle Tiere zu Blasius geflüchtet hatten. Er wurde trotz seiner tierischen Leibwache von Jägern verhaftet und vor den Statthalter Agricola gebracht, weigerte sich aber, die Götterbilder anzubeten, und wurde ins Gefängnis geworfen. 
Die bekannteste Erzählung über Blasius berichtet, wie er während seiner Gefangenschaft einem jungen Mann, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Er soll ihn durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet haben. 
Deshalb erteilt die Kirche den Blasiussegen zum Schutz gegen Halskrankheiten. Darin kommt das gläubige Vertrauen auf die Heilszusage Gottes gerade auch für das leibliche Wohlergehen des erlösungsbedürftigen Menschen zum Ausdruck.

Der Blasiustag bezeichnete den Bauern das Winterende und wurde begangen, indem Kerzen geweiht, Wein, Wasser und Brot in seinem Namen gesegnet wurden. Junge Hühner und Gänse erhielten “Blasiwasser” und waren damit gegen Füchse geschützt, Hirten schnitzten den Namen des Heiligen in den Hirtenstab.

Die Spendung des Segens ist seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen. Bereits in einer vonÄëtios von Amida im 6. Jahrhundert verfassten Sammlung medizinischer Texte findet sich der Blasiussegen als „Mittel“ gegen Halskrankheiten und verschluckte Fischgräten.

Der Blasiussegen 

ist ein Sakreamentale der katholischen Kirche. Er wird nach der Heiligen Messe am Gedenktag des heiligen Blasius, dem 3. Februar, gespendet, traditionell oft auch schon tags zuvor im Anschluss an die Heilige Messe des Festes Darstellung des Herrn, auch Mariä Lichtmess genannt. An vielen Orten auch zusätzlich am darauffolgenden Sonntag. Der Blasiussegen kann auch in einem Wortgottesdienst gespendet werden.

Bei der Spendung des Blasiussegens hält der Priester oder der Diakon dem Gläubigen zwei gekreuzte brennende Kerzen in Höhe des Halses vor und spricht eines der beiden Segenssprüche:

„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“ Der Gläubige antwortet mit „Amen“.

oder auch:

„Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn.“ Der Gläubige antwortet mit „Amen“.