24. Juli - Gedenktag des Heiligen Christophorus

Der hl. Christophers mit Christus auf seiner Schulter

St. Pölten, 24.7.2021 (dsp/mb) Christophorus - um 200 bis 250 - gehört zu den Vierzehn Nothelfern und ist einer der volkstümlichsten Heiligen. Abgesehen davon, dass er tatsächlich gelebt und den Märtyrertod erlitten hat, gibt es von ihm keine sicheren Kenntnisse. Vermutlich stammte Christophorus aus Lykien in Kleinasien und ist unter Kaiser Decius wegen seines Glaubens gefoltert und ermordet worden. 

Von den Legenden über ihn ist uns die abendländische Version am meisten vertraut. Danach soll er ein Riese mit dem Namen Offerus gewesen sein, der nur dem Mächtigsten dienen wollte. Dabei sei er an den Teufel geraten, der allerdings vor dem Kreuz zurückschreckte. So habe er Christus, dem Gekreuzigten, dienen wollen, indem er Menschen über einen reißenden Fluss trug. Als er einmal einen kleinen Knaben auf seinen Schultern hinübertrug, wurde dieser so schwer, dass er zu versinken drohte. Das Kind gab sich als Jesus Christus zu erkennen und taufte ihn im überflutenden Wasser auf den Namen Christophorus Christusträger. 

Im Spätmittelalter glaubte man, durch das Anschauen der Darstellung des Jesukindes auf seinen Schultern den ganzen Tag vor einem unerwarteten Tod geschützt zu sein. Die Christophorusfiguren in und an den Kirchen waren deshalb besonders groß, damit jeder sie sehen konnte. Sein Gedenktag für den deutschsprachigen Raum ist es der 24. Juli.

Der hl. Christophorus ist der Patron der Autofahrer, der Fährleute, Brückenbauer, Seeleute, Pilger, Chauffeure, Straßenwärter, Bergleute, Zimmerleute, Buchbinder, Goldschmiede, Obsthändler, Gärtner, Athleten, der Ärzte und gegen Seuchen, Epilepsie, Hagel, Augenleiden, Zahnweh, Wunden sowie gegen Feuer- und Wassergefahren, Dürre und Unwetter.

Bauernregeln am Christophorus-Tag:

„Sankt Christoph kommt heran, man den Roggen schneiden kann.“

„Wenn gedeihen soll der Wein, muss der Christoph trocken sein.“