22. Juli - der Gedenktag der Maria von Magdala

Maria von Magdala mit dem Auferstandenen

St. Pölten, 22.7.2021 (dsp/mb) Maria Magdalena oder - wie wir sie aus den Evangelien kennen - Maria von Magdala ist neben der Mutter Jesu die bedeutendste Frau des Neuen Testaments. Schon früh wurde ihre Gestalt verwoben mit Maria von Betanien, der Schwester des Lazarus, und der reuigen Sünderin, die Jesus die Füße salbte.

Maria von Magdala war die treueste Anhängerin Jesu. Mit anderen Frauen sorgte sie für den Lebensunterhalt Jesu und der Jünger. Sie begleitete ihn bis unter das Kreuz und beobachtete seine Grablegung. Biblisch ist mehrfach bezeugt, dass der Auferstandene ihr als Erstzeugin der Auferstehung den Auftrag erteilte, den Jüngern diese Botschaft zu bringen. Deshalb gaben ihr die Kirchenväter den Ehrentitel „apostola apostolorum“ - die „Apostelin der Apostel“. 

Neuere Untersuchungen frühchristlicher Zeugnisse weisen die besondere Bedeutung der Maria von Magdala in den frühchristlichen Gemeinden nach. Sie können neue Impulse in der Frage der Beteiligung von Frauen an Leitungsfunktionen geben. Ab 2016 wird ihr Gedenktag auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus als Fest begangen, womit sie liturgisch mit den Aposteln gleichgestellt wurde. 

Patronin und Helferin

Sie ist Patronin der Frauen, reuigen Sünderinnen, der Kinder, die schwer gehen lernen, der Schüler und Studenten, Gefangenen, der Handschuhmacher, Friseure, Salbenmacher, Parfümhersteller, Gärtner und Winzer.
Sie wird angerufen bei Augenleiden, Pest, gegen Gewitter und Ungeziefer. 

An ihrem Gedenktag gibt es ein paar Bauernregeln:

„An Magdalena regnet´s gern, denn sie weinte um den Herrn“

„Am Tag der heil´gen Magdalen, kann man schon volle Nüsse seh´n“