Weltgebetstag der Frauen

St. Pölten, 17.1.2020 (dsp/mb) Der Weltgebetstag (WGT) der Frauen ist eine wichtige ökumenische Basisbewegung, an dem 170 Länder weltweit teilnehmen. Dieses Jahr findet der WGT am 6. März 2020 statt. Für 2020 hat sich ein Team in Simbabwe, ein Staat im südlichen Afrika, gebildet, um den WGT zu gestalten.

Simbabwes Frauen haben unter dem Thema aus Joh 5, 2-9a: „Steh auf und geh!“ einen zeitgemäßen Gedanken aufgegriffen. Die Aufforderung, sich von starrem, ausweglos erscheinenden Verhalten zu lösen und engagiert sich für Verbesserungen in verschiedenen Bereichen einzusetzen, trifft jede und jeden von uns.

Die Vorschläge für eine Liturgie basiert auf der Begegnung Jesu (Joh 5,2-9a) mit einer Person, die, obwohl sie zur Heilung in Position gebracht wurde, nicht mit den gegebenen Möglichkeiten reagiert hatte. „Willst du gesund werden?“, fragt Jesus. Auch wir stehen oft vor einer lebensverändernden Frage. „Steh auf und geh!“, gebietet Jesus.

Simbabwe, ein Land viermal so groß wie Österreich mit 16 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen, mit der Hauptstadt Harare im Norden des Landes hat in den letzten Jahren eine bewegte Geschichte aufzuweisen. Jetzt als Republik mit Präsidialsystem unter Emmerson Mnangagwa wurde es unter dem Vorgänger Robert Mugabe, diktatorisch ausgebeutet. In Simbabwe werden 16 Sprachen gesprochen, 87% der Menschen sind Christinnen und Christen.

Gelegenheit zur Information

Vorbereitungstreffen für den Weltgebetstag der Frauen in der Diözese St. Pölten, an denen auch Gestaltungsmöglichkeiten für die Feier in den Pfarren vorgestellt werden:

  • Samstag, 25. Jänner 2020, 9 -12 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in St. Pölten
  • Montag, 2. Februar 2020, 18 Uhr im evangelischen Pfarrheim in Amstetten
  • Freitag, 7. Februar 2020, 16 Uhr im Pfarrheim Eggenburg

Dabei hat man ausreichend Gelegenheit, sich über das Land und die unterstützten Projekte zu informieren. Materialien und Informationen stehen auch unter www.weltgebetstag.at zur Download bereit.
Auch Gottesdienste, die mit diesen Liturgievorschlägen gefeiert werden, können sie unter www.weltgebetstag.at ganz aktuell abrufen.

Geförderte Projekte 2020

Eines der Projekte in Simbabwe ist die „Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Frauenstärkung in den Kirchengemeinden und –strukturen“

Die simbabwische Gesellschaft folgt traditionell einer patriarchalen Ordnung, die Frauen und Mädchen soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe weitgehend verwehrt und Gewalt gegen Frauen als natürliches Recht der Männer tituliert. Die anhaltende wirtschaftliche Krise und die damit einhergehende Armut verstärken die Benachteiligungen weiter. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das Gender Department des Zimbabwe Council of Churches dafür, die Rechte und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Kirche und Gesellschaft zu stärken. In den 26 Mitgliedskirchen der ökumenischen Frauengemeinschaft setzen sich die Glaubensführer aktiv für Geschlechtergerechtigkeit ein. Die Führungskapazitäten von Frauen in den Kirchen sind ausgebaut, wodurch die Frauen sich und ihren Themen Gehör verschaffen und aktiv und in verantwortungsvollen Positionen am Gemeindeleben teilnehmen. In den Gemeinden betreiben die Frauen Einkommen schaffende Initiativen, wie z.B. Herstellung und Verkauf von Kunsthandwerk, wodurch sie ihre wirtschaftliche Situation verbessern.

Zum Titelbild

Das Titelbild zum Weltgebetstag aus Simbabwe wurde von der Künstlerin Nonhlanhla Mathe kreiert. Mathe malt seit 15 Jahren, hat bereits in der National Gallery of Zimbabwe ausgestellt und wurde als beste weibliche bildende Künstlerin mit dem ´Awards of Merit in Heritage Exhibition` ausgezeichnet. Das Bild zeichnet den Wandel innerhalb der simbabwischen Gesellschaft auf. Von der dunklen Vergangenheit im rechten oberen Eck bis hin zur Hoffnung und materiellem Wohlstand (symbolisiert durch Landwirtschaft und Vegetation) im Hier und Jetzt im restlichen Bild. Johannes 5: 2-9 inspiriert den unteren Bildteil – Liebe, Heilung, Versöhnung und die Freiheit zu einem selbstbestimmten Leben für Frauen, dargestellt in farbenfroher Lebendigkeit. Die Selbstbestimmung von und gegenseitige Unterstützung zwischen Frauen ist ein zentrales Element in Nonhlanhla Mathe`s Werk.