Wallfahrt mit Bischof Alois Schwarz nach St. Corona am Schöpfl

Die Wallfahrtskirche St. Corona am Schöpfl

Am 14. Mai wird die Heilige Corona gefeiert

St. Pölten, 15.5.2020 (dsp/mb) Sie war erst 16 Jahre alt, als die Märtyrerin in der Spätantike grausam hingerichtet wurde. Die heilige Corona hat mit dem gleichnamigen Virus, das derzeit die Welt in Atem hält, nicht nur diese grenzüberschreitende Internationalität gemeinsam. Sie gilt laut Ökumenischem Heiligenlexikon als Schutzpatronin gegen Seuchen. Doch vieles an ihrer Existenz bleibt ebenso wie beim Erreger der tückischen Epidemie im Dunkeln.

Nach St. Corona am Schöpfl pilgern Wallfahrer seit sehr langer Zeit - dieser Wallfahrtsort am "WallfahrtsWeg WienerWald" liegt in der Gemeinde Altenmarkt an der Triesting, zwischen Kleinmariazell und Klausen-Leopoldsdorf am Schöpfl im Wienerwald und gehört seit 1972 zur Großgemeinde Altenmarkt.

Bereits um 1000 n.Chr. zogen Pilger in diese abgelegene, unbewohnte Gegend - Heiligenbrunn genannt - um durch die wundersamen Kräfte des dortigen Heiligen Brunnens Linderung und Heilung zu erfahren. Alte Krücken und Votivgaben sind noch heute in der Kirche zu sehen. 1444 errichtete der Passauer Bischof am Ort der Quelle eine Kapelle, die 1722 weiter ausgebaut und der heiligen Corona geweiht wurde.

Dankwallfahrt

Am 14. Mai 2021 wird die Dankwallfahrt nach St. Corona Bischof Alois Schwarz leiten. Heuer war dies wegen der Corona-Pandemie leider noch nicht möglich.

Das Heiligenlexikon erzählt über Corona (lateinisch "die Gekrönte" und damit ein Hinweis auf den allgemeinen Begriff "Märtyrerin") nur sehr wenig: Sie sei im Jahr 161 oder aber auch 287 geboren - wo, ist unbekannt. Noch als Teenager wurde sie die Ehegattin des Soldaten Victor, der sich während der Christenverfolgung weigerte, seinen christlichen Glauben zu widerrufen und deshalb hingerichtet wurde. Die junge Witwe sei unter den Römer-Kaisern Antoninus Pius oder Diokletian ebenfalls den Märtyrertod gestorben, und das laut dem Lexikon auf ausgesucht brutale Weise: nämlich indem sie gebunden an zwei gebeugte Palmen bei deren Emporschnellen zerrissen wurde.

Dass die österreichische Münzeinheit bis 1924 nach der Heiligen "Krone" hieß, ist wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass Corona nicht nur Schutzpatronin gegen Seuchen ist, sondern auch in Geldangelegenheiten, bei der Schatzsuche und sogar in der Lotterie um Hilfe angerufen wird.