Ostern: Das feiern wir

St Pölten, 11.4.2020 (dsp/mb) Ostern fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen: So stellt das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung Christi den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Ostern ist damit das wichtigste und höchste Fest der Christenheit. 

Das Licht gewinnt

Mit dem Karsamstag endet die Fastenzeit und auch die Karwoche. Das in der Nacht zum Ostersonntag - der Osternacht - angesetzte eigentliche Osterfest ist vor dem Hintergrund der Pessach-Feier entstanden, mit dem die Juden an den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei Ägyptens erinnern. Bereits im 6. Jahrhundert begann die Osterliturgie in den Abendstunden des Samstags.

Die Osternacht beginnt mit einer Lichtfeier, bei der zunächst vor der Kirche das Osterfeuer und die neue Osterkerze mit einem Lob- und Dankgebet gesegnet werden. Das Feuer gilt dabei als Symbol für die Sonne, die erst Leben ermöglicht, die Kerze für Jesus Christus. Anschließend folgt die Prozession in die noch unbeleuchtete Kirche, bei der der Priester oder Diakon dreimal "Christus das Licht" (Latein: "Lumen Christi") ruft, während er mit der Osterkerze zum Altar schreitet. Die Gemeinde antwortet darauf "Dank sei Gott" ("Deo Gratias"). Gleichzeitig wird das Licht der Osterkerze an die Gläubigen weitergereicht, wodurch sich der Kirchenraum feierlich erhellt. Es folgt das feierliche "Exsultet" - das Loblied auf die Osterkerze.

Im weiteren Verlauf der Feier ruft die Gemeinde in sieben Lesungen aus dem Alten Testament die großen Stationen der Heilsgeschichte in Erinnerung. Mit dem "Gloria" erklingen erstmals Orgel und Glocken wieder und nehmen den letzten Rest von Dunkelheit weg.