ORF zu Gast in ehemaligen Kloster Schönbühel

Der Blick von der Donau hinauf zum Kloster Schönbühel

St. Pölten, Schönbühel 25.4.2020 (dsp/mb) Die Sendung „Land und Leute“ in ORF II ist unterwegs in der Wachau. Bei der Erkundung in Niederösterreich sind sie bei der Sendung, die heute um 16:30 Uhr in ORF II ausgestrahlt wird,  im südlichen Teil der Wachau - mit der Ruine Aggstein und dem Kloster Schönbühel - unterwegs. Pater Bartholomäus, der die Pfarre Schönbühel und damit auch das ehemalige Kloster betreut, freut sich besonders über den ORF-Beitrag. 

Das ehemalige Servitenkloster Schönbühel liegt auf einem Fels 500 m flussabwärts des Schlosses Schönbühel in Schönbühel an der Donau am rechten Ufer der Donau und wurde ab 1666 erbaut. 1980 verließen die Servitenmönche das Kloster; es wird heute als Pfarrkirche vom Stift Göttweig betreut.

Das Kloster erlebte eine Blüte bis zur josephinischen  Zeit. Seit 1786 ist die Wallfahrtskirche des Klosters auch Pfarrkirche, da die Schlosskirche zunehmend verfiel. Die Eingriffe ins geistliche Leben, die Einschränkungen der barocken Wallfahrt und des Andachtswesens sowie die verringerte Priesterzahl führten zu einer Krise des Klosters. Die Auflösung des Konvents war schon beschlossen, wurde dann aber wieder verworfen, da die Pfarrrechte auf der Klosterkirche lagen.

In den Koalitionskriegen 1805 und 1809 kam es zu Plünderungen  durch französische Truppen. Dadurch und durch den Verlust von Stiftungen kam das Kloster in eine schwierige Situation. Kirchen- und Klostergebäude wurden vernachlässigt und begannen zu verfallen. Im 19. Jahrhundert wurde mehrmals eine Klosteraufhebung überlegt. Prinzessin Elisabeth von Bayern, die spätere Kaiserin Sissi, besuchte das Kloster 1844. Im ersten Teil der Sissi-Filme ist diese Szene auch nachgestellt.

Die Renovierung der Gebäude begann 1967; ein weiterer baulicher Verfall wurde verhindert, aber der Priestermangel im Servitenorden verursachte den Weggang der Patres im Jahr 1980. Entsprechend dem Stiftungsvertrag wurden die Klostergebäude dem Schloss zurückgegeben.

Im ehemaligen Kloster wird auch heute die hl. Messe regelmäßig gefeiert; ebenso finden Andachten statt. Touristische Besichtigung sind selbstverständlich möglich. 

Die Pfarre Schönbühel wurde seit der Aufgabe durch die Serviten 1980 bis 1996 vom Stift Melk betreut, 1996 bis 2016 von weltlichen Priestern, seit 2016 wird es vom Stift Göttweig mitbetreut.