Marienmonat Mai im Zeichen von Corona

Marienbild - Schnitzerei aus Südtirol

St. Pölten, 2.5.2020 (dsp/mb) Der Mai gilt kirchlich traditionell als "Marienmonat". Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als "Maienkönigin" verehrt. Wie sehr Maria mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem in dem Umstand, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den "Frühling des Heils“.

Behelfe für Andachten daheim

Der Mai 2020 steht unter dem Zeichen von Corona und wir können keine Maiandachten - wie wir sie gewohnt waren - abhalten. Dafür hat die Kirchenzeitung „kirche bunt“ gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung einen Behelf zusammengestellt: „Maiandacht zu Hause feiern“. Weitere Behelfe für Maiandachten zuhause sind beim Behelfsdienst der Diözese St. Pölten erhältlich unter 02742 / 324 - 3315. HIER der Behelf von "kirche bunt"

Lange Tradition

Die besondere Verehrung Mariens blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich vermehrt die marianische Prägung dieser Feste heraus und mündete in den sogenannten Maiandachten.

Ebenfalls eine besondere Bedeutung hat der Rosenkranz im Monat Mai. Im Rosenkranzgebet wird Maria um Hilfe angerufen. Sie wird nicht selbst angebetet, da dies nur Gott zusteht, wohl aber wird sie als Weg zu Jesus Christus gesehen, wie es Papst Paul VI. in seiner Enzyklika "Mense Maio" formuliert: „Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt. Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus.

Marienhochfeste

Neben dem Marienmonat kennt das Kirchenjahr noch eine große Anzahl anderer Marienfeste. Die fünf wichtigsten Marienfeste sind das Hochfest Mariä Empfängnis (8. Dezember), das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Jänner), das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juni), das Fest Mariä Geburt (8. September) und das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August).