Maiandachten im Marienmonat - sie dürfen wieder stattfinden

Die Madonna von Medjugorje ist Mittelpunkt vieler Maiandachten  Foto: Daniel Furore

St. Pölten, 20.5.2020 (dsp/mb) Die Zeit der Beschränkung rund um Gottesdienste und Messfeiern im Freien sind gelockert worden und diese Woche werden in vielen Pfarren wieder Maiandachten an den verschiedensten Plätzen in Kirchen und im Freien gefeiert.

Woher kommt der Brauch der Maiandachten?

Die Wurzeln der Maiandachten gehen auf einen marianischen Brauch zurück, der von Passionsfrömmigkeit, Kreuzverehrung und Bitten um eine gute Witterung bestimmt ist. Quellen dieser Zeit sprechen davon, zum Maibeginn einen „geistlichen Mai zu setzen”, das heißt konkret spirituelle Schwerpunkte in den Mittelpunkt zu stellen. Wie eine Bibelstelle sagt: „ Ich bin eine Blume auf den Wiesen….eine Lilie der Täler” führte dazu, den Monat Mai als Blüten- und Blumenmonat der Muttergottes zu weihen.

Der Ursprung der herkömmlichen Maiandacht liegt noch weitgehend im Dunkeln. Sicher ist, dass diese Form der Marienverehrung von Italien ausging. Im Jahre 1784 wurden erstmals in Ferrara in der Kirche der Kamillianer öffentlich den ganzen Monat hindurch Maiandachten  abgehalten. Bis dahin scheint die Maiandacht eher eine private Frömmigkeitsübung, wenn auch teils in öffentlichem Rahmen gewesen zu sein.

"Mutter der Kirche" weltweit am Pfingstmontag 2020

Die katholische Kirche in Österreich gedenkt im Mai besonderes der heiligen Maria. In fast allen Pfarren werden der Mutter Jesu spezielle Andachten gewidmet. Inmitten der Frühlingszeit würdigen die Gläubigen Maria aufgrund ihrer tragenden Rolle bei der Empfängnis, Geburt, Kindheit und Jugendzeit Jesu wie auch bei dessen Tod und Auferstehung. Doch auch bei der "Geburtsstunde" der Kirche zu Pfingsten war Maria nach dem Zeugnis der Bibel anwesend - weshalb sie Papst Franziskus zu Jahresbeginn mit der Einführung des jährlichen Festes "Mutter der Kirche" am Pfingstmontag (21. Mai) geehrt hat, das heuer erstmals auf Weltebene gefeiert wird.