Leitungswechsel bei der Telefonseelsorge NÖ

Die Pastoralen Dienste und die Telefonseelsorge NÖ verabschieden Susanne Rasinger (Mitte), die nach Salzburg geht

St. Pölten, 22.10.20 (dsp/mb) Nach sieben Jahren wechselt Susanne Rasinger als Pastoralassistentin in die Erzdiözese Salzburg und übergibt die Leitung der Telefonseelsorge NÖ an die Ybbserin Petra Schadenhofer.

85 MitarbeiterInnen und PraktikantInnen arbeiten bei der Telefonseelsorge NÖ – Notruf 142 - Männer und Frauen ab dem 25. Lebensjahr aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen – ohne sie wäre die kostenlose, anonyme Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit der Organisation nicht denkbar. Die Telefonseelsorge ist eine ökumenische Einrichtung der katholischen und evangelischen Kirche in Niederösterreich und bietet vertrauliche Beratung und Begleitung in belastenden Lebenssituationen und Krisenzeiten. 

Die psychischen Folgen der Corona-Pandemie zeigen sich immer deutlicher. Nicht jeder empfindet diese Zeit als entschleunigend – soziale Isolation, Arbeitslosigkeit und finanzielle Unsicherheit stellen eine besondere Herausforderung dar.

Viele Menschen fühlen sich zunehmend müde, erschöpft, einsam und bedroht – die Frustrationstoleranz sinkt auffallend, Wut und Aggression nehmen zu, posttraumatische Belastungsstörungen und die komplette Bandbreite an depressiven Störungen treten gehäuft auf.

MitarbeiterInnen des Notrufs 142 der Telefonseelsorge NÖ bestätigen: unabhängig von der Lebenssituation nimmt die Vulnerabilität für psychische Erkrankungen zu: der gemeinsame Nenner ist Stress aufgrund von Überforderung, existenziellen Sorgen, Zukunftsängsten und Einsamkeit. Nach dem Fokus auf die körperliche Gesundheit muss jetzt die psychische Gesundheit und Suizidprävention verstärkt in den Mittelpunkt rücken. Die Telefonseelsorge repräsentiert durch den Notruf 142 einen bedeutenden Part in der Gesundheitsversorgung und setzt in diesem Sinne besonders auf Qualitätssicherung durch professionelle Ausbildungsangebote, überregionale multiprofessionelle Vernetzung und Ausbau des MitarbeiterInnenpools.

Petra Schadenhofer zitiert: „Wollen wir eine Brücke schlagen von Mensch zu Mensch – gelingt dies über die Brückenpfeiler „Da-Sein, Zuhören und Verstehen“ – getragen durch Vertrauen, Begeisterung und Mut – verankert durch Aufmerksamkeit, Respekt und Wertschätzung – abgesichert durch ein Gerüst an Fachwissen, Erfahrung und Vernetzung – schlussendlich beständig durch ein Fundament aus „Glaube, Liebe und Hoffnung.