Kreativität von Pfarren derzeit stark gefordert

Foto: Flickr-Pfarrmediendatenbank Gerd Neuhold

St. Pölten, 7.10.2020 (dsp/mb) Der Herbst ist für die katholischen Pfarren der Diözese St. Pölten heuer ganz anders: Zahlreiche Erstkommunionen und Firmungen, die traditionellerweise im Frühling stattfinden, wurden wegen des Lockdowns im Frühjahr verschoben und werden nun innerhalb weniger Wochen durchgeführt. Den mit den Sicherheitsmaßnahmen verbundenen Herausforderungen begegnen die Pfarren mit Verantwortungsbewusstsein und Einfallsreichtum. Die Feiern werden deswegen heuer oft als besonders intensiv und persönlich erlebt.

Viele Kinder, die im vergangenen Schuljahr die 2. Klasse Volksschule besucht haben, empfangen in den nächsten Wochen die erste Hl. Kommunion. Ebenso empfangen viele Jugendliche und Erwachsene demnächst die Firmung.

Heuer etwas ganz Besonderes

Die Corona-Schutzmaßnahmen stellen die Pfarren heuer vor besondere Herausforderungen. Während bei den Erstkommunions- und Firmungsfeiern normalerweise eine große Gruppe von Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Familien, Verwandten, Paten und Freunden feiert, gibt es heuer Platz- und Personenanzahl-Beschränkungen.

Um den Erstkommunionskindern und Firmlingen dennoch ein würdiges Fest zu bereiten, verlegen viele Pfarren die Feiern heuer oftmals aus der Kirche in die Pfarrgärten oder den Pfarrplatz. Wenn auch das nicht möglich ist oder wenn die Gruppe der Kinder, die sich auf die erste hl. Kommunion vorbereitet hat, insgesamt zu groß ist, werden mehrere kleine Feiern abgehalten. In manchen Pfarren feiern die Kinder ihre Erstkommunion einzeln oder zu zweit im Sonntagsgottesdienst. Die erste hl. Kommunion ist heuer für die Kinder etwas ganz Besonderes. Auch wenn vielleicht nicht die gesamte Verwandtschaft dabei sein kann, so erleben manche Kinder die Feier heuer als sehr persönlich. Es geht um sie und um ihre erste Begegnung mit Jesus in der Eucharistie.

Logistisch schwieriger ist es bei Firmungen, da hier ein Firmspender erforderlich ist, was das Aufteilen auf mehrere Termine schwieriger macht. Daher sitzt jede Familie mit dem Firmling zusammen auf zugewiesenen Plätzen, im vorgeschriebenen Abstand zu den anderen. In manchen Pfarren mit entsprechend großer Kirche oder kleiner Firmlingsgruppe geht sich das in einer Feier aus, in anderen gibt es eventuell zwei Feiern hintereinander.