Keine Geisterspiele: Priesterfußballer bleiben in der Kirche

Die Österreichische Priesternationalmannschaft bei ihrer letzten Europameisterschaft

Österreichische Priesterkicker sagen erstmals seit 25 Jahren alle ihre Benefizspiele ab

St. Pölten, 26.05.2020 (dsp/mb) Sie bleiben nicht in der Kabine, sondern gleich in der Kirche und in der Seelsorge: Das hat die österreichische Priesternationalmannschaft bekannt gegeben und damit alle geplanten Benefizspiele abgesagt. Hans Wurzer, Pfarrer von Ybbs, legendärer Kapitän der Priesterfußballnationalmannschaft und als Teamtormann auch als "Hand Gottes" bei seinen Fans bekannt, verkündet, dass das Coronavirus auch die populären Spiele der "Himmelsstürmer" stoppt. Geplant gewesen wären in Niederösterreich Länderspiele gegen die Priesterkollegen aus der Ukraine und gegen die Ärztenationalmannschaft.

Seit 25 sind die österreichischen Priesterkicker aktiv und spielen dabei immer für einen guten Zweck. Umso bedauerlicher seien jetzt die Absagen, die sich aus den Veranstaltungseinschränkungen ergeben, so Wurzer. Dieser erinnerte daran, dass die Priesternationalmannschaft 1995 ihr erstes Match bestritten hatte: Und zwar vor 10.000 Zuschauern 1995 gegen Kroatien in Sisak. Weitere Highlights waren die Ausrichtungen der ersten Priester-EM im Burgenland (2003) sowie später in St. Pölten (2015). Trotz der derzeitigen Einschränkungen hielten sich die Priester in ihren Pfarren dennoch mit Einzeltraining fit. "Schließlich gibt es - hoffentlich - im kommenden Februar wieder eine Priester-EM", so der Ybbser Pfarre.

Auch die Kirchensportler der Diözesansportgemeinschaft Österreichs (DSGÖ), die die "Himmelsstürmer" unterstützen, bedauern die Absagen. Pepi Frank und Sepp Eppensteiner vom DSGÖ-Vorsitzteam erinnerten daran, dass die Spiele der Priesterelf eine Win-win-Situation seien: "Einerseits zieht das populäre Team immer viele Fans an, wodurch schon viele Sozialprojekte unterstützt werden konnten. Andererseits sind sie ein positives 'Aushängeschild' von Kirche!"