Katholische Aktion: Forderung nach Aufnahme von geflohenen Kindern aus Griechenland

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Bundesregierung solle „wenigstens 200 Kinder“ über Korridortransporte aufnehmen

St. Pölten, 27.4.2020 (dsp/kb) Angesichts der erschreckenden Berichte und Nachrichten, die aus den Lager Griechenlands nach Österreich kommen, fordert die Katholische Aktion der Diözese St. Pölten die österreichische Bundesregierung auf, wenigstens 200 Kinder in einem Akt der Solidarität in Österreich aufzunehmen.

 „Als Katholische Aktion der Diözese St.Pölten finden wir es unerträglich, wie Menschen zu einem politischen Spielball gemacht werden und auf der Suche nach Schutz, Frieden und Sicherheit vor den Grenzen Europas um ihr Überleben kämpfen“, zeigt sich der Generalsekretär der Katholischen Aktion, Axel Isenbart, entsetzt über die ungelöste humanitäre Situation in den griechischen Flüchtlingslagern. „Die österreichische Politik muss endlich an einer tragfähigen europäischen Lösung in der Migrationsfrage mitwirken. Schließlich geht es immer um menschliche Schicksale“, so Isenbart. Vorstellbar wären etwa Korridortransporte, wie sie beispielsweise für Pflegende oder Erntehelfende aus anderen europäischen Ländern derzeit organisiert werden.

Als eines der reichsten Länder der Welt müsse es möglich sein, dass Österreich ein Kontingent an Flüchtlingen sofort aufnehme. In den überbelegten griechischen Lagern gehe zudem die Angst vor dem Coronavirus um, die medizinische Versorgung ist katastrophal und Schutzmaßnahmen nicht umsetzbar. Allein auf der Insel Lesbos harren im und um das Lager von Moria derzeit mehr als 19.000 Menschen aus. Eigentlich liegt die Aufnahmekapazität bei knapp 3000.

„Pfarren und kirchliche Einrichtungen haben Kompetenz und Erfahrung in der Betreuung und Integration von Flüchtlingen. Darauf kann auch heute aufgebaut werden. Signalisieren wir unsere christliche Überzeugung, sodass Menschen sagen können „Ich war im Flüchtlingslager und ihr habt mir geholfen“, so Isenbart abschließend.