Die Betriebsseelsorger in Heidenreichstein

St. Pölten, Heidenreichstein, 17.9.2020 (dsp/mb) Im Rahmen des Festes der Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel in Heidenreichstein wurde der langjährige Betriebsseelsorger Karl Immervoll in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und die neuen Betriebsseelsorger Barbara Körner und Peter Preissl von Kolleginnen und Kollegen der Betriebsseelsorge-Stellen Herzogenburg, St. Pölten und Amstetten begrüßt.

Am 1. September ist Karl Immervoll nach 37 Jahren als Betriebsseelsorger in Pension gegangen. Er und sein Team haben ein dichtes Netzwerk geschaffen und konnten dadurch vielen schwer vermittelbaren Menschen ohne Job helfen.

Als Karl Immervoll begonnen hat, gingen 1983 allein in der Textilindustrie 2.000 Arbeitsplätze in und um Heidenreichstein verloren. Viele Beschäftigungsprojekte konnten durch seine Initiative verwirklicht werden. „Wir haben in den letzten 37 Jahren hunderte Jobs geschaffen für Menschen, die ganz schwer vermittelbar sind. Wie die Waldviertler Schuhwerkstatt, die Emailwerkstatt in Langegg, die Greißlerei in Heidenreichstein, eine ökologische Putzagentur in Groß-Siegharts, das Kinderhaus Blümchenclub, die Heidenreichsteiner Arche oder die Lehrlingsstiftung in Eggenburg“, berichtet der Betriebsseelsorger stolz.

Immervoll sieht den christlichen Auftrag als Betriebsseelsorger und Theologe, nicht auf alle Probleme eine Antwort zu geben: „Ich erinnere an den Namen Gottes in der Bibel – JWHW – das übersetzt „Ich bin da“ bedeutet. Wir Betriebsseelsorger wollen dort sein, wo die Not am größten ist. Und Gott ist man am nächsten, wenn man bei den Ärmsten und Schwächsten ist.“

Am Bild: Axel Isenbart - Bereichsleiter Gesellschaftliche Verantwortung der Diözese St. Pölten, Christine Plank, Martina Bzoch, Hans Wimmer - Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, Barbara Körner, Peter Preissl, Katharina Karl, Max Bramberger, Karl und Ulli Immervoll