Das Leben von Bischof Michael Memelauer

Klappe - Memelauer Scene 3

„Michael Memelauer – Das Land, der Bischof und das Böse“

St. Pölten, 18.8.2020 (dsp/mb) Es soll ein historisches Doku-Drama werden – unter der Regie der St. Pöltner Filmemacherin Anita Lackenberger dreht die Produktionsfirma „Kreativlösung“ einen Film über das Leben und Wirken von Bischof Michael Memelauer. Und dafür wird derzeit intensiv in Wallsee-Sindelburg, Oed-Öhling, Seitenstetten und danach auch sein bischöfliches Leben in und um den Dom zu St. Pölten gedreht.

Ein bewegtes Leben

Memelauer wurde in der Pfarre Sindelburg als Bauernsohn geboren und besuchte die Schule in Oed sowie das Stiftsgymnasium Seitenstetten. Nach seinem Theologiestudium in St. Pölten wurde er am 14. Jänner 1897 von Bischof Johannes Baptist Rößler zum Priester geweiht. Memelauer wirkte zuerst als Aushilfspriester in Haag, dann als Kooperator in Schrems und dann ab 1901 in Krems. 1904 wurde er als Domkurat nach St. Pölten berufen, bis er 1917 Dompfarrer und Kanonikus wurde. Zehn Jahre lang übte er dieses Amt in der Zeit des Zusammenbruchs und der Nachkriegszeit aus.

Am 18. April 1927 wurde Michael Memelauer von Papst Pius XI. als Nachfolger von Bischof Johannes Baptist Rößler zum Diözesanbischof von St. Pölten ernannt. Am 26. Mai 1927 wurde er zum Bischof als von St. Pölten in sein Amt eingeführt. Sein kurzer Wahlspruch lautete: „Caritati“ (der Liebe).

In seiner Silvesterpredigt 1941 sprach sich Memelauer gegen die NS-Euthanasie aus: „Vor unserem Herrgott gibt es kein unwertes Leben.“

34 Jahre lang leitete Bischof Memelauer die Diözese St. Pölten. Ab dem Jahr 1952 war es ihm gesundheitlich nicht mehr möglich, darum wurde ihm der spätere Erzbischof von Wien, Franz König, zugeteilt. 1961 folgte ihm Franz Žak als Diözesanbischof von St. Pölten. Bestattet ist Memelauer in der Bischofsgruft des St. Pöltner Doms.

Akteure:

Burgschauspieler Johannes Seilern spielt den alternden Bischof Memelauer
Weitere Schauspieler sind: Martin Sommerlechner, Jörg Stelling, Antonia Wurm und Fritz Humer neben zahlreichen Statisten.