Trauer im Sport - ein neuer Leitfaden

Leitfaden Trauer und Sport

St. Pölten, 30.10.2019 (dsp/mb) Sportlerinnen und Sportler verbringen einen deutlichen Zeitraum in der Woche im Verein. An manchen Tagen sind sie mehr im Sportverein als mit ihren Familien zusammen. Daher ist es wesentlich, die Verarbeitung eines Todesfalles im Verein, unabhängig davon, ob er wirklich im Verein passiert ist, nicht alleine auf das Zuhause zu verlagern. Getrauert soll dort werden, wo man seine Beziehungen lebt. Deshalb kann der Sportverein nicht ausgespart werden. Dafür ist der Leitfaden für Ausnahmesituationen und Krisen im Sport erschienen. Herausgegeben wurde dieser von der Diözesansportgemeinschaft Österreich (DSG), vom Apostolischen Werk Kirche und Sport sowie der Diözese St. Pölten und der Sport Union.

„Wir versuchen, mit diesem Leitfaden Mut zu machen, sich dieser Thematik zu stellen. Der Blick auf Trauer und Tod, die Begleitung trauernder Menschen gibt auch den Tröstenden etwas zurück: Es öffnet das Bewusstsein dafür, wie wertvoll das Leben ist. Jeder einzelne Tag ist ein Geschenk.“, so Josef Eppensteiner, Vorsitzender der DSG St. Pölten.

Als das irdische Leben des Ausnahmesportlers Niki Lauda geendet hat und er uns in die ewige Heimat bei Gott vorausgegangen ist, an diesem Tag war Sport und Trauer plötzlich in der Öffentlichkeit ganz nahe bei einander. „Verluste durch Einschränkungen in der Gesundheit oder durch den Tod lösen Trauer bei uns aus. Oftmals sind es nicht die Worte, die trösten, sondern das „Da-Sein“. Das Miteinander sein, auch das Unbeantwortbare miteinander auszuhalten. Ich wünsche mir, dass das vorliegende Kompendium eine Handreichung zur Unterstützung und Hilfe ist, für uns und die Menschen um uns, um unser Da-Sein in der Freude und des Erfolges, und in der Trauer und im Schmerz miteinander zu schaffen.“, so Diözesanbischof Alois Schwarz, der auch österreichischer Referatsbischof für Sport ist.

Erhältlich ist der Leitfaden „Trauer im Sport“ über den Behelfsdienst der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15.