Teilhaben, Teilnehmen und Teilgeben

Foto Diözese St. Pölten: v.l.n.r.: Leopold Wimmer (KMB-Vorsitzender), Johann Wimmer (Direktor Pastorale Dienste), Doris Weixelbraun (KMB Büroassistentin), Karl Toifl (KMB Vorsitzender-Stv.), Erich Hitz (KMB Geistlicher Assistent)

Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung

St. Pölten / Zwettl 16.9.2019 (dsp/mb) Zur traditionellen Herbstkonferenz traf sich die Katholische Männerbewegung (KMB) im Bildungshaus Stift Zwettl. Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, ließ dabei mit einer Präsentation über Visionen und Ziele aufhorchen.

„Die Modelle von Neben-, Zu-, und Mit-Einander von Klerikern und Laien sind längst an ihre Grenzen gestoßen“, so Johann Wimmer bei der Herbstkonferenz der KMB im Bildungshaus Stift Zwettl. Es brauche in Zukunft eine echte Beteiligung aller Getauften. „Vielleicht ist der Priestermangel eine der göttlichen Überraschungen, die uns zu einem Wandel im Denken und Reden von Kirche, zur Veränderung von Grundhaltungen und Leitungsmodellen in der Kirche drängt“, so Wimmer.

Eine zukünftige Partizipation beschrieb er mit Teilhaben, Teilnehmen und Teilgeben. Eine Aufgabe von Priestern müsse es sein, der Beteiligung nicht im Weg zu stehen. Eine Beteiligung brauche Dialogfähigkeit, Resonanzfähigkeit und Subsidiarität, sowie theologisches Wissen als ein gutes Fundament. Es müsse nicht überall und gleichzeitig die gleiche Entwicklung geben, es lebe der Unterschied und die Ungleichzeitigkeit. Der Heilige Geist könne Kompass sein, der durch den Wandel führt. „Am Beginn brauche es jedoch eine Vision und ein Ziel, ähnlich einer Bergwanderung. Mit einem Blick auf die ganze Diözese“, so Wimmer.

In einer sehr offenen Diskussion wurde von den anwesenden Männern unter anderem der Pfarrgemeinderat als Beschlussgremium gefordert. Denn Beratungsgremien, wie der Pfarrgemeinderat bisher, wären nicht wirklich Partizipation im wahrsten Sinne seines Wortes.

Im Rahmen der Konferenz beschäftigten sich die Männer auch mit einem „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“.

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