„Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis" Kinostart

Bild: avgproduktion: Filmszene: Ottfried Fischer mit Jasmin Mairhofer und Heinz Fitz

St. Pölten, 14.10.2019 (dsp/mb) Nach zahlreichen Festivalauftritten mit mehrfache Auszeichnungen und einer Filmvorführung im Vatikan kommt die Otto Neururer Verfilmung – Hoffnungsvolle Finsternis in Niederösterreichs Kinos. Am Freitag, 8. November um 19.30 Uhr, ist die Niederösterreich-Premiere im Hollywood Megaplex St. Pölten. Mit dabei sind die Produzenten Hermann Weiskopf, Drehbuchautor Peter Mair und Ottfried Fischer.

Film zeigt Menschen auf den Spuren des Tiroler Priesters

36 Stunden dauert der qualvolle Todeskampf des Tiroler Priesters Otto Neururer im KZ Buchenwald: Jahrzehnte später macht sich Heinz Fitz, ein alternder Schauspieler mit der jugendlichen Straftäterin Sofia und dem an Parkinson erkrankten Pfarrer Anton auf die Suche nach den Spuren des seligen Priesters Otto Neururer. Heinz unternimmt die Reise durch Otto Neururers Leben, um wieder beten zu können und um die Scham über die Schuld des Vaters, der als eingefleischter Nazi Schreckliches angerichtet hat, in ihm zu heilen und inneren Frieden zu finden. Otto Neururer ist als erster österreichischer Priester in einem Konzentrationslager von den Nazis ermordet worden. Am 24. November 1996 wurde er von Papst Johannes Paul II seliggesprochen.

Ottfried Fischer: Vergangenheitsbewältigung muss enden bei einem „Nie wieder“

Der gemeinsame Einsatz gegen das Vergessen führte zu einer langjährigen Freundschaft von Ottfried Fischer mit dem Tiroler Regisseur Hermann Weiskopf. „Wir müssen die Finger in die Wunden legen, denn Vergangenheitsbewältigung muss enden bei einem „Nie wieder“, so der bayrische Schauspieler. Wichtig sei, dass Künstler diese Geschichten erzählen, sie müssten dafür brennen. „Ich kann es nicht mehr hören“ dürfe man nicht zulassen, unterstrich Fischer. Filme wie „Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis“ seien wichtig, deshalb müsse man sie machen.

Die Rolle des Pfarrers Anton war eine große Anstrengung für den 65-Jährigen, war es doch die erste Tätigkeit nach einem viereinhalbmonatigen Krankenhausaufenthalt. „Doch ich wollte unbedingt!“ In einer Sequenz des Films betet Fischer das Vaterunser in einer beeindruckenden Tiefe. „Ich schaffte es, die negative Kraft des Krankseins, die verlorengegangen ist, in diese Betszene zu übertragen. Das Vaterunser ist außerdem ein sagenhaftes Gebet, das viel selber macht“, so Fischer. „Der Film und die Dreharbeiten haben mir persönlich geholfen, dass ich mich gesundheitlich wieder wohler gefühlt habe.“ Augenzwinkernd meinte Fischer, Neururer hätte auch beim Zustandekommen dieses Films ein kleines Wunder gewirkt, Papst Franziskus könne den Tiroler schon heiligsprechen.

Bischof Hermann Glettler: Neururer war Sehender in einer Zeit der Verblendung

Ganze 15 Jahre lang (1917 bis 1932) lebte Otto Neururer während seiner Tätigkeiten als Stadtpfarrkooperator von St. Jakob und Religionslehrer im sogenannten „Kooperatorenhaus“ – das heutige Bischofshaus am Domplatz 5 in Innsbruck. „Ich bin alleine schon dadurch beschenkt durch die Nähe zur ehemaligen Wohnstätte von Neururer“, so Innsbrucks Bischof Hermann Glettler. Neururer sei eine Lichtgestalt gewesen, die schon früh erkannt habe, dass mit dem System etwas nicht stimmt. „Otto Neururer war ein Sehender in einer Zeit der Verblendung. Ich hoffe, dass viele den Film sehen und dass in einer Zeit, wo wir uns viel vorgaukeln lassen“, so Glettler.

Niederösterreich-Premiere:
08. November, 19.30 Uhr im Hollywood Megaplex St. Pölten mit Produzent Hermann Weiskopf und Drehbuchautor Peter Mair und Ottfried Fischer.

20. November, 19.00 Uhr im Kino mal vier Wieselburg mit Produzent Hermann Weiskopf und Drehbuchautor Peter Mair.

22. November, 19.30 Uhr, Cineplexx Amstetten mit Produzent Hermann Weiskopf und Drehbuchautor Peter Mair und Ottfried Fischer.

 

Bild: avgproduktion: Filmszene: Ottfried Fischer mit Jasmin Mairhofer und Heinz Fitz