Nikolaus
 
 

Klimabündnis - Wir sind dabei!

Unterzeichnung der Klimabündnis-Vereinbarung

Diözese St. Pölten wurde Mitglied des Klimabündnis Österreich

St. Pölten, 20.11.2019 (dsp/mb) Bischof Alois Schwarz von Seiten der Diözese St. Pölten und Petra Schön als Regionalleiterin Klimabündnis Niederösterreich haben im Rahmen einer Festveranstaltung die Kooperationsvereinbarung zum Klimabündnis Österreich unterzeichnet. Damit ist die Diözese St. Pölten ein Teil des großen Klimaschutz-Netzwerkes Österreichs, das die gleichen Ziele und Interessen wie die Enzyklika „Laudato Si“ vertritt.

„Dieses Klimabündnis ist mir persönlich ein großes Anliegen. Es ist ein Beginn eines neuen Bewusstseins, das in die Umsetzung geht! Und da ist noch sehr viel zu tun!.“, so Bischof Alois Schwarz bei der Unterzeichnung der Beitrittserklärung.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte die Bedeutung der blaugelben Energiewende: „Niederösterreich ist Vorreiter und will es auch bleiben. Dazu braucht es keine Weltuntergangsstimmung, sondern Aufbruchsstimmung. Im Klima- und Energiefahrplan haben wir uns wichtige Ziele gesetzt.“ Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um 36 Prozent verringert sowie der Strom aus Windkraft verdoppelt und aus Sonnenkraft verzehnfacht in Niederösterreich werden. Pernkopf verwies zudem auf das erfolgreiche Projekt „Energie-Spar-Pfarre“, in dem 300 Beratungen durchgeführt und 230 Energiespar-Projekte in Pfarren mit Landes-Unterstützung umgesetzt worden seien. Zudem nahmen 105 Pfarren an der Aktion „Wir RADLn in die Kirche“ teil. „Es ist bedeutend, dass wir weiter den Weg der Nachhaltigkeit und Regionalität gehen, damit auch für die nächsten Generationen unser schönes Niederösterreich erhalten bleibt. Die Schöpfungsverantwortung tragen wir in allen Bereichen des täglichen Lebens.“

Das Klimaschutzbündnis ist eine globale Partnerschaft zum Schutz des Klimas und verbindet mittlerweile mehr als 1.700 Gemeinden in 26 Ländern Europas mit indigenen Völkern in Südamerika.

Mit der Beitrittserklärung bekennt sich die Diözese unter anderem:

  • zu einer stetigen Verringerung der Treibhausgas-Emissionen
  • zur Unterstützung der indigenen Partnerorganisation am Rio Negro in Brasilien und weiteren Projekten bei der Erhaltung des Regenwaldes
  • zur Bewusstseinsbildung in der Diözese durch die Durchführung von Klimaschutzprojekten mit Beteiligung unserer Pfarrgemeinden
  • dazu, eine Vorbildwirkung im Klimaschutz wahrzunehmen

Was heißt das konkret für die Diözese und die Pfarren?

Pfarren, kirchliche Betriebe und Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, …) werden ermutigt, ebenfalls dem Klimabündnis beizutreten. Klimarelevante Angebote, Projekte und Kampagnen werden beworben – wie z.B. ein Autofreier Tag, Mobilitätswoche, Vorträge und Ausstellungen zum Thema Klimagerechtigkeit, u.a. Mülltrennung und Energiesparmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit lokalen Nahrungsmittelerzeugern und Bio-Betrieben eingeschlossen. Bei Neubauten soll auf energiesparendes und ökologisches Bauen geachtet werden, genauso bei Renovierungen qualitativ und baubiologisch hochwertige Dämmung verwendet werden sollen.