Förderungen für die Arbeitswelt

Arbeitslosenfond feiert 30jähriges Bestehen

St. Pölten, 03.10.2019 (dsp/mb) „Wer von der Arbeitswelt ausgeschlossen ist, ist auch von der vollen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen“ – das war 1989 der Beweggrund, den Arbeitslosenfond (ALF) zu gründen. Der Fond ist bemüht, Menschen die Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Was macht der ALF?

Der ALF fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen, Beschäftigungsprojekte, hilft in Notfällen, unterstützt bei der Arbeitsplatzsuche. Organisationen können Anträge stellen um Förderungen für ihre Projekte zu bekommen. Organisationen wie die Lehrlingsstiftung, Emmaus, der Verein Wohnen oder Waldviertel-Projekte wurden mit Förderungen bislang bedacht. Die Gründung der Waldviertler Schuhwerkstatt war eines der ersten Projekte des ALF, wobei das Waldviertel seit dem Jahr 1989 immer eine Schwerpunktregion war.

Woher kommt das Geld?

Als 1989 der Papst St. Pölten besuchte und die Hl. Messe auf der Papstwiese am Areal der neuen NÖ Landesregierung feierte, war die Kollekte von 1 Million Schilling das Startkapital für den Arbeitslosenfond. Seitdem wird der Fond vorallem aus Mitteln der Diözesanen Fastenaktion, durch Sammlungen in den Pfarren, Zuwendungen der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer, Spenden und durch Zweckwidmung des Kirchenbeitrages finanziert.

Kirchenbeitrag zweckwidmen

Alle Kirchenbeitragszahler haben die Möglichkeit, 50% ihres Kirchenbeitrages einem bestimmten Zweck zu widmen – und damit zum Beispiel den Arbeitslosenfond zu unterstützen. Zweckwidmungen muss man allerdings mit der Kirchenbeitragsstelle einmal pro Jahr besprechen, da man hierfür einen eigenen Zahlschein zugesandt bekommt.

Bis heute hat der Arbeitslosenfond der Diözese St. Pölten Projekte im Gesamtausmaß von fast 610.000 Euro gefördert und unterstützt. Eines der jetzt geförderten Projekte ist die finanzielle Unterstützung zur Anschaffung einer CNC-Maschine mit Absaugung für die GESA (Gemeinnützige Sanierungs- u Beschäftigungs GmbH). Mit dieser Maschine wird ermöglicht, dass auch körperlich beeinträchtigte Menschen ihre Arbeit gut und gerne ausführen können. Der alleiniger Gesellschafter der GESA ist der Verein Wohnen, der Langzeitarbeitslosen und behinderten Frauen und Männern aus den Bezirken St. Pölten-Stadt und Land, Melk, Lilienfeld, Tulln und Krems unterstützt. Und einer der bekanntesten Kunden der GESA ist die weltweit agierende Möbelfirma Bene.

Die Kuratoriumsmitglieder des Arbeitslosenfonds der Diözese St. Pölten besichtigen und überprüfen immer wieder ihre geförderten Projekte. So haben sie sich letztens anlässlich ihres 30jährigen Bestehens zu ihrer Sitzung in den Räumlichkeiten der GESA in St. Pölten getroffen, die geförderte CNC-Maschine besichtigt und den Scheck offiziell an die Leitung der Einrichtung übergeben.