Ministrantentag 2019
Bischof beim Minitag 2019
Pfarrfestsaison
Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Familien
Ferien-Kinderlager
Pilgern im Sommer
 
 

Festival Musica Sacra 2019

Sankt Pölten/Herzogenburg/Lilienfeld, 24.06.2019 (dsp) Das FESTIVAL MUSICA SACRA 2019 ist ein beliebter Treffpunkt und Geheimtipp für Freunde alter, neuer und außergewöhnlicher Musik. Interpreten und Ensembles von Weltruf bereichern alljährlich im Herbst die Szene in und um Sankt Pölten. Große Organisten lassen die wertvollen Monumente heimischer Orgelbaukunst erklingen.

Die Konzerte finden in einem außergewöhnlichen Ambiente statt: Sankt Pöltner Dom, Stift Lilienfeld und Stift Herzogenburg sind die Veranstaltungsorte der Konzerte und Gottesdienste.

Elias

Sonntag, 8. September, 18:00 Uhr, Dom zu Sankt Pölten, Oratorium von Felix Mendelssohn, Bartholdy, op.70
17:00 Uhr, Sommerrefektorium: Werkeinführung mit Gustav Danzinger - in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Sankt Hippolyt

Radioübertragung auf Ö1: Donnerstag, 26. Dezember, 19:30 Uhr

cappella nova Graz / Domkantorei Sankt Pölten / L’Orfeo Barockorchester / Cornelia Horak, Sopran / Ida Aldrian, Alt Daniel Johannsen, Tenor / Matthias Helm, Bass / Otto Kargl, Leitung

Der Kampf zwischen Gottes- und Götzenanbetung steht im Mittelpunkt dieser alttestamentarischen Erzählung. Dabei geht es um den Propheten Elija (Elias), der das Volk Israel, das sich immer mehr von Gott ab- und den alten Naturgöttern, von den Christen als falsche Götter (Götzen) bezeichnet, zugewandt hatte, auf den rechten Weg zurückbringen wollte. Aus diesem Grund inszenierte er, in Anwesenheit des Volkes Israel, einen Wettstreit auf dem Berg Carmel:

Angerufen von ihren Priestern und Elias, sollten der oberste Götze Baal und Jahwe, der Eine Gott, Feuer herabregnen lassen und ein Tieropfer anzünden. Wer würde das erbetene Zeichen erbringen? Vergeblich riefen die Baalspriester ihren Götzen an – Elias aber wurde von Gott erhört. Doch das öffentlich gedemütigte Volk ließ daraufhin seinen Zorn an ihm aus, so dass er in die Wüste fliehen musste. Nach einer langen Wanderung wurde er schließlich von Gott errettet und in den Himmel erhoben. Eine eindrucksvolle Lehre, die Felix Mendelssohn-Bartholdy in ein dramatisches episches Oratorium kleidet, das die Geschichte des Elias mit großen Chören und Arien erzählt.

From Silent Night

Samstag, 14. September, 19:30 Uhr, Stiftskirche Herzogenburg, Consort Songs & Music for Viols, Werke unter anderen von William Byrd, Anthony Holborne, John Coperario und Thomas Ford

Radioübertragung auf Ö1 (alte Musik neu interpretiert), Mittwoch, 30. Oktober, 19:30 Uhr

Private Musicke / Pierre Pitzl, Leitung / Martina Daxböck, Sopran / Anna Kargl, Mezzosopran

Auf eine besondere Weise antworteten die Menschen im England des 16. / 17. Jahrhunderts auf die politischen und religiösen Machtkämpfe der Oberen, denen sie hilflos ausgeliefert waren. Unterdrückt und in ständiger Angst vor Repressalien aller Art lebend, zogen sie sich zurück in ihr privates Umfeld und schufen eine musikalische Gegenbewegung, in der sie im geschützten Raum ihre eigenen Gefühle ungehindert artikulieren konnten: Die Kammermusik im kleinen Kreis. Musiziert wurde auf Gambe, Laute und Cembalo, den leisen Instrumenten, mit Gesang, solo oder im Ensemble (Consort). Unzählige Kompositionen zeugen von dieser Entwicklung, deren Ausgangspunkt in John Dowlands Liedern und Lautenwerken, auch für Consort bearbeitet, zu sehen ist. Die Melancholie, die diese wunderbare ausdrucksvolle Musik verströmt, hat von ihrer Wirkung bis heute nichts verloren, wozu das sanfte, stille Klangbild der Instrumente seinen Beitrag leistet.

Songs of Exile

Sonntag, 15. September, 18:00 Uhr, Dom zu Sankt Pölten, Lieder aus der Verbannung

Nagash Ensemble, Armenien

Im 15. Jahrhundert verfasste der armenische Priester Mkrtich Naghash ergreifende Gedichte über das Leben der von Mongolen und Osmanen aus ihrem Land vertriebenen armenischen Christen im Exil und über ihre Beziehung zu Gott. Über fünf Jahrhunderte später entdeckte der amerikanisch-armenische Komponist John Hodian ein Textfragment und wusste: Er hatte das gefunden, wonach er jahrelang gesucht hatte. Die Texte erinnerten ihn an den Genozid an den Armeniern durch das Osmanische Reich in den Jahren 1915/16 und an die Vertriebenen; die Jahrhunderte waren zusammengerückt ...

Die armenische Sakralmusik vor Augen, schrieb Hodian Kompositionen, die diese Zeitlosigkeit dokumentieren – eine Musik, „von der man kaum sagen kann, ob sie alt oder neu klingt, fremd oder vertraut, westlich oder östlich, schlicht oder komplex, minimalistisch oder mittelalterlich“ (BR Klassik), – gespielt auf den traditionellen armenischen Instrumenten Duduk, Oud, Dhol, verwoben mit formalen Elementen von Klavier und Gesang. Weltmusik trifft auf moderne Klassik und die Energie des Jazz.

Menschen, Engel und der siebte Himmel

Sonntag, 22. September, 16:00 Uhr, Stiftskirche Lilienfeld, Gregorianische Gesänge aus der Notre-Dame-Schule (in Zusammenarbeit mit der Musikfabrik Niederösterreich)

Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Daniel Mair, Leitung

Mit dem Gregorianischen Choral, dem meditativen einstimmigen Gebetsgesang der Mönche, wurde der Grundstein für die gesamte abendländische Kunstmusik gelegt. Seinen Höhepunkt erlangte er in der Notre-Dame-Schule und der darauffolgenden Ars Antiqua: Jenen Musikepochen des Mittelalters, in denen sich die Schlichtheit der liturgischen Gesänge mit höchster kompositorischer Komplexität paarte und, nach strengsten durch die Kirche vorgegebenen Regeln, sich die Mehrstimmigkeit zu entwickeln begann. Das Konzert widmet sich dem zentralen Thema aller Menschen: dem Tod, den wir alle erleben werden. Es ist eine Begegnung von Himmel und Erde, dargestellt in Visionen von dem strafenden Gott (dem Jüngsten Gericht), dem helfenden Gott, der durch seinen Engel das Kommen des Messias ankündigt, und dem Wirken Christi auf der Erde bis hin zu seiner Passion und Auferstehung, mit der er den Menschen den Weg ins Paradies, ins Licht weist.

Sounds of Africa

Sonntag, 29. September, 18:00 Uhr, Dom zu Sankt Pölten, (Radioübertragung auf Ö1 voraussichtlich im November)

Cape Town Opera Chorus / Marvin Kernelle, Leitung

In diesem außergewöhnlichen Programm rücken nicht nur Kontinente zusammen, sondern auch Jahrhunderte und Musikstile. Sakrale Kompositionen von Byrd, Palestrina, Duruflé und Pärt werden mit religiöser Musik der Xhosa, Venda, Zulu und Suaheli verwoben – ein Hörerlebnis der besonderen Art, wenn kulturelle Klangwelten aufeinandertreffen. Intuitiv empfinden wir, wie alles miteinander verbunden ist, ungeachtet der großen zeitlichen Abstände, der unterschiedlichen Kulturen, der Entfernung zwischen den Kontinenten. Es ist die Sehnsucht nach Transzendenz, ausgedrückt in Musik, die uns einen Einblick in das Göttliche und Jenseitige gewährt.

Weitere Informationen: https://www.festival-musica-sacra.at/