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Die „Heilige Woche“: Tage voller Glauben

Heilige Eucharistie

Sankt Pölten, 16.04.2019 (dsp/jh) Die Karwoche, auch Heilige Woche genannt, ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Die christlichen Glaubensrichtungen gedenken ausgehend vom Palmsonntag des Leidens, Sterbens und der Auferstehung von Jesus Christus. Ostern ist das höchste und wichtigste Fest der Christenheit.

Das Wort „Kar“ bedeutet „klagen“ und „trauern“ und stammt vom althochdeutschen Wort „chara“ oder „kara“ ab. Die Wortbedeutung weist bereits auf das letzte Abendmahl, den Tod Jesu am Kreuz und seine Auferstehung hin.

Palmsonntag: Jesus wird bejubelt

Am Palmsonntag feiern wir dem umjubelten Einzug Jesu in Jerusalem. Als Erinnerung daran werden im Zuge der Heiligen Messe am Palmsonntag grüne Zweige geweiht. Viele Menschen befestigen diese Zweige daheim an einem Kreuz oder verschenken sie mit Segenswünschen an andere. Nach einem alten Brauch werden Palmzweige vom Vorjahr in Garten oder Feld verbrannt, um von Gott eine gute Ernte zu erbitten. Wussten Sie, dass die Asche, die am Aschermittwoch den Gläubigen aufs Haupt gestreut wird, aus verbrannten Palmzweigen stammt?

Gründonnerstag: Den anderen dienen

Am Gründonnerstag findet die Fußwaschung statt. Im Orient war es üblich, vor dem Betreten eines Hauses die staubigen Füße zu waschen. Dies war eine Arbeit, die von Bediensteten übernommen wurde. Indem Jesus seinen Freunden die Füße wusch, sich also in ihren Augen demütigte, wollte er zeigen, wie wir Menschen miteinander umgehen sollen: Mit liebevoller Hingabe, ohne sich über die anderen zu erheben, sondern um ihnen zu dienen. In vielen Gemeinden ist es deshalb üblich, im Anschluss an das Evangelium eine Fußwaschung vorzunehmen: Der Priester wäscht anderen die Füße, der Hirte der Gemeinde ist ihr Diener.

Karfreitag: Das Sterben Jesu

Am Karfreitag gedenken Christen des Kreuzestodes Jesu Christi, der durch sein Leiden und Sterben am Kreuz freiwillig die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich nimmt. Der Tod am Kreuz und die Auferstehung sind das Zentrum unseres Glaubens: Durch die Zuwendung Gottes an die Menschen ist das Leben nicht durch Gewalt und Tod begrenzt, sondern reicht weit darüber hinaus in die Ewigkeit Gottes hinein.

Ostern: Das Leben besiegt den Tod

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ Das verkündet ein Engel den beiden Frauen, die am Morgen zum leeren Grab Jesu kommen. Und die Frauen rufen diese Freudenbotschaft den Jüngern zu: „Der Herr ist auferstanden!“  So lesen wir es im Lukasevangelium im 24. Kapitel. Und so sprechen Christen in aller Welt es in der Osternacht und an den Osterfesttagen einander zu: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“". Für Christen bedeutet Ostern den Galuben an die Ewigkeit, die jenseits unserer Geschichte liegt und unser Leben. Der Glaube an Auferstehung und die Überwindung des Todeswirft einen anderen Blick auf die Gegenwart und ermöglicht eine neue Perspektive für das eigene Leben.