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Bischof Schwarz: Initiative Franziskusabend in Gmünd

Foto: (@Anna Hohenbichler, NÖN-Gmünd) v.l.n.r.: Werner Müller, Bischof Alois Schwarz, Heidemaria Waldhauser, Michael Preissl, Ulrike und Karl Immervoll, Erich Macho

Gmünd, 14.02.2019 (dsp) Am Dienstag fand im Saal der AK-Gmünd bei freiem Eintritt eine weitere Vorführung des Filmes „Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes“ statt. Es war der dritte von vier Vorführterminen – am 22. Februar geht die letzte Vorführung im Stadtkino Horn über die Leinwand.

Wie bei den bisherigen Vorführungen war auch diesmal Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz als Initiator der Papstfilmvorführungen mit dabei und stand in der anschließenden Diskussion zur großen Begeisterung aller Rede und Antwort.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch Bischof Schwarz sowie den Hausherren Michael Preissl, Leiter der AKNÖ-Bezirksstelle Gmünd, wurde der Film „Papst Franziskus - ein Mann seines Wortes“ gestartet. Beim Kinofilm, der weltweit bereits in vielen Kinos gezeigt wurde, stand Papst Franziskus dem Regisseur Wim Wenders in vier langen Interviews zu rund 50 Fragen Rede und Antwort. Unterlegt sind die Interviews mit Bildern, die zeigen, wie der Papst seinem Auftrag nachkommt und mit seiner Art an die Ränder der Gesellschaft geht, aber auch Ratschläge und Hinweis für das alltägliche Leben gibt: „Noch bevor jemand zu Ende geredet hat, unterbrechen wir bereits und wollen schon antworten, bevor der andere ausgeredet hat. Wir dürfen die Fähigkeit des Zuhörens nicht verlernen!“

Nach dem Film, der viele der knapp 300 Besucher sichtlich berührte, übernahmen Karl Immervoll und Michael Preissl das Wort und moderierten die angehende Diskussion mit Bischof Dr. Alois Schwarz ein. Immervoll meinte, Papst Franziskus könne mit seinem Drang, die Welt zu verändern, ein großes Vorbild sein und zitierte Dorothee Sölle: „Da kann man nichts machen ist der gottloseste aller Sätze!“ AK-Bezirksstellenleiter Preissl fügte ergänzend hinzu: „Neben der Verantwortung, die jeder Einzelne für sein Leben hat, ist auch die Teilnahme am öffentlichen Diskurs, also am Dienst an den anderen für eine Demokratie lebensnotwendig. In den kommenden Wochen finden die AK-Wahlen und die Wahl zum EU-Parlament statt. Hingehen und wählen ist sehr wichtig.“ Und Bischof Alois fügte ergänzend hinzu: „Ich sage es den Leuten auch hier im Waldviertel immer wieder: Redet mit den jungen Leuten und motiviert sie, auch für den Gemeinderat zu kandidieren!“

Eine der ersten Fragen aus dem Publikum bezog sich auf die Örtlichkeit: „Warum findet die Papstfilm-Vorführung gerade im Haus des ÖGB und der Arbeiterkammer statt und nicht zum Beispiel in einem Pfarrsaal?“ Worauf Diözesanbischof Alois Schwarz meinte: „Weil wir in manchen Bereichen Verbündete sind. Wenn es beispielsweise um den freien Sonntag geht, sind wir mit Arbeiterkammer und ÖGB in einer Allianz. Da müssen wir alle sehr wachsam sein. Mit der neuen Arbeitszeitregelung ist es Unternehmen möglich, drei Sonntage nacheinander arbeiten zu lassen. Da ist die Tür zur Abschaffung des arbeitsfreien Sonntages schon einen gehörigen Spalt offen.“

Bei äußerst interessanten Diskussionsbeiträgen über weitere Themen wie Zölibat, Priestermangel oder Gläubigenmangel, Aufgaben von Priestern, wirtschaftliche Entwicklungen, Klein- und Mittelbetriebe als Rückgrat der heimischen Wirtschaft, verantwortungsvolle Kaufentscheidungen und Wahl lokaler Produkte klang der für alle Anwesenden erkenntnisreiche Abend aus.
Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein mit Knabbergebäck und Getränken nahmen viele die Gelegenheit wahr, mit dem Bischof persönlich zu sprechen.