Bischof beim Minitag 2019
Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Familien
Ferien-Kinderlager
Pilgern im Sommer
Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt
 
 

August Brückler zum ständigen Diakon geweiht

Fotos: Fotos: Sabine Strelecky & Lisa Funiak

Melk, 26.03.2019 (dsp) Am Sonntag wurde Mag. August Brückler in der Pfarrkirche Melk durch Weihbischof Dr. Anton Leichtfried zum ständigen Diakon geweiht.

August Brückler hat 1974 im Stiftsgymnasium Melk maturiert und danach Germanistik und Theologie in Wien studiert. 1978 ist er als Lehrer in das Stiftsgymnasium zurückgekehrt. Wie er auch in seinen Dankesworten anmerkte, ist er dem Konvent des Stiftes dafür dankbar, dass er sich über 40 Jahre im Stiftsgymnasium als Lehrer für Deutsch, Religion und Bühnenspiel entfalten und dort wirken durfte. Seit 15 Jahren ist August Brückler außerdem Mitglied der CBM (der Oblatengemeinschaft der Benedikiner von Melk) und so mit dem Kloster sehr eng verbunden.

Einige Jahre hat ihn nun bereits der Wunsch begleitet nach seiner Lehrtätigkeit mit dem diakonalen Dienst dem Stift und der Pfarre Melk weiter verbunden zu bleiben. Und so war es wohl eine sehr gute Fügung, dass er durch P. Lukas, mit dem ihn eine jahrelange Freundschaft verbindet, den Weg in den Pfarrverband Melk-St. Koloman gefunden hat. Für diesen Pfarrverband ist er auch als ständiger Diakon geweiht worden.
„Und wenn Sie mich jetzt fragen, warum ich dieser Berufung gefolgt bin, wo doch angesichts schlimmer Vorfälle die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Institution zurzeit am Boden liegt und die römische Kirche sich in einer schweren Krise befindet, möchte ich ehrlich antworten: zum einen hoffe ich, - mit großem Gottvertrauen - dass wir aus diesen Fehlern lernen und erkennen, dass wir unsere Kirche in vielen Bereichen neu denken müssen. Zum anderen möchte ich gemeinsam mit allen Menschen, die offen für Lebensfragen, nach dem Woher und Wohin, nach dem Sinn ihrer Existenz sind und die nach neuen Worten und Bildern für das suchen, was wir seit Jahrtausenden Gott nennen, wenigstens einige zarte Pflänzchen des Vertrauens in die gelebte jesuanische Frohbotschaft säen, in der Hoffnung, dass sie wachsen und gedeihen und letztendlich gute Frucht bringen.“ - so August Brückler am Ende seiner Dankesworte.

Dieser Weg war und ist auch durch die Unterstützung und Begleitung für ihn wichtiger Menschen möglich geworden. Vor allem auch, weil ihn seine Frau dabei voll unterstützt: „Ich freue mich mit und für meinen Mann, weil ich überzeugt bin, dass er dazu berufen ist, mit dieser Aufgabe große Freude hat und mit seinen Talenten viele Menschen bereichern kann.“

Weihbischof Dr. Anton Leichtfried strich bei der Heiligen Messe im Zuge seiner Predigt die große Bedeutung des Diakonates heraus: „Der Diakon hat die Aufgabe, die Dimension der Diakonie in der Pfarre wach zu halten und in der Liturgie sichtbar zu machen. Verdeutlicht ist dies zum Beispiel an zwei liturgischen Aufträgen des Diakons: die Verkündigung des Evangeliums und die Sendung ‚Gehet hin in Frieden‘. Zugespitzt und kurz könnte man sagen: Der Diakon hat in der Messe das wichtigste Wort – das Evangelium – und das letzte Wort – die Sendung in die Welt.“ Gottes Dienst solle nicht bei der Kirchentür zu Ende sein.

Weitere Informationen und Fotos auf: www.mstk.at

Fotos: Sabine Strelecky & Lisa Funiak