Abschließendes Studienjahr der Philosophisch-Theologischen Hochschule eröffnet

Zelebranten beim Hochschulgottesdienst

Bischof Schwarz: Gemeinsamer Beschluss der Diözesanleitung zur Stilllegung

St. Pölten, 4.10.2019 (dsp/kb) Mit einer gemeinsame Festmesse wurde am 4. Oktober das Studienjahr der Philosophisch-Theologischen Hochschule, und damit die abschließende Zeit des Vorlesungsangebots in Fachtheologie und Religionspädagogik des Hochschulstandortes St. Pölten, eröffnet. Im Beisein vieler Studierender und des Lehrkörpers zelebrierte Bischof Schwarz gemeinsam mit Rektor Josef Kreiml, Vizerektor Josef Spindelböck, Offizial Reinhard Knittel und Abt Pius Maurer vom Stift Lilienfeld den Hochschulgottesdienst am Festtag des heiligen Franz von Assisi.

Bischof Schwarz betonte in seiner Predigt die Kraft des Evangeliums, das der heiligen Franz von Assisi so unmittelbar, so radikal gelebt hat. Besonders an die Studierenden gerichtet ging Schwarz auch auf die „Formung des Lebens“ durch die Frohbotschaft und damit durch Jesus Christus ein und erarbeitete die Bedeutung des Begriffs Joch als Möglichkeit, „die Zugkraft des Evangeliums auf den Boden zu bringen“. Theologie zu studieren bedeute heute, „sich auf den Weg zu machen, und die Formung des Lebens durch das Evangelium zuzulassen“, denn „unsere Aufgabe ist es, diesen Gott, der tief in unserer Religion zu finden ist, deutlich zu machen und zu entdecken“, so Schwarz.

Erneut Stilllegung des Hochschulstandortes thematisiert

Bischof Schwarz betonte im Rahmen der Eröffnung erneut, dass die Stilllegung der Hochschule keine „Entscheidung war, die ich alleine getroffen habe- und es war auch keine Entscheidung der Bildungskongregation“, sondern ein gemeinsamer Beschluss der Diözesanleitung, „im Konsistorium durch das Domkapitel“ zum Hochschulstandort. Der Entscheidung gingen jahrelange Beratungen und Überlegungen voraus, die nun zu einem Ende gefunden haben. Der nun vorliegende geordnete und strukturierte Stilllegungsprozess wurde gewählt, um Studierenden und Lehrenden „Sicherheit zu geben und gangbare Wege zu finden“. Die Zukunft des Hochschulstandortes, der theologischen Bildung, ist derzeit noch völlig offen. „Die Frage wird sein, wie wir uns in diesem Land Niederösterreich theologisch in Zukunft positionieren werden“, so Schwarz. Hier stehe man ganz am Anfang vieler und grundsätzlicher Überlegungen.

Hochschulstandort St. Pölten

Studierende können in diesem Studienjahr 2019/20 den regulären Vorlesungsbetrieb mit Prüfungen weiter absolvieren, um nach Möglichkeit ihr Studium abzuschließen. Auch nach 2020 wird es bei Bedarf möglich sein, Prüfungen abzulegen. Allen Studierenden wurde in einem Schreiben des Rektorates nahegelegt, ihr Studium ab Oktober 2020 an einer anderen Hochschule oder Universität fortzusetzen. Ein Weiterstudium soll durch die Anerkennung der abgelegten Studienleistungen an einer anderen akademischen Einrichtung gewährleistet werden.