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160 Besucher bei Charisma-Jubiläum

Fotos: Diözese Sankt Pölten

Sankt Pölten, 20.05.2019 (dsp/jh) Mit einer Festveranstaltung im Hippolythaus am Donnerstag beging das Katholische Bildungswerk das 20-jährige Bestehen des Charisma-Seminarprogrammes. „In diesen 20 Jahren konnte sich charisma als Marke etablieren und steht für qualitativ hochwertige Bildungsangebote zur persönlichen Entwicklung“, so charisma-Organisator Erwin Lasslesberger in seinen einführenden Worten.

„Welt der Frauen“-Chefin Christine Haiden führte gekonnt und humorvoll durch den Abend, Sängerin und charisma-Trainerin Martina Steffl-Holzbauer und Kirchenmusiker Simon Kreuzpointner sorgten für einen qualitätsvollen musikalischen Rahmen und kbw-Obfrau Angela Lahmer-Hackl bündelte die Konzentration der Gäste in den einfachen Worten JETZT GANZ DA, die auf Karten auf den Sitzen lagen.

Den Festvortrag hielt der bekannte Psychologe und Buchautor Georg Fraberger. Die Frage „Wie werde ich ICH“ stellte er dabei in den Mittelpunkt seiner interessanten Ausführungen. Denn „aufgrund der Tatsache, dass ich ohne Arme und Beine zur Welt gekommen bin, werde ich sofort erkannt und gesehen“. Diese Erkennbarkeit könne als Last empfunden werden, wenn ihn jemand anstarre – aber genauso erleben es andere Menschen es als Last und als Leid, wenn sie nicht gesehen, nicht erkannt werden. Es gehe darum, die negativen Gefühle zuzulassen, weil sie nur so nachlassen und überwunden werden können.

Der Weg zum Ich führt von der Bewertung und der Abwertung – sowohl der eigenen Person als auch der Mitmenschen – zur Wertschätzung. Es gilt, den Selbstwert zu erkennen im dem, was ich bin und was mir gegeben wurde, und daraus ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Denn es ist verhängnisvoll, den Selbstwert in dem zu suchen, was ich nicht habe, was ich nicht bin. Das führe zu Gefühlen der Minderwertigkeit und der Scham, des Schämens.

Wem es jedoch gelinge, den Selbstwert aus sich heraus zu erkennen, der kann seine Lebenssituation annehmen und frei agieren, der kann beispielsweise das Fehlen von Nahrung nicht nur als quälenden Hunger, sondern auch als reinigendes, Tiefendimensionen der Seele ansprechendes Fasten verstehen, „der kann wenig zu besitzen nicht nur als Armut, sondern auch als Demut verstehen“.

Letztlich, so Fraberger, führe dieser Weg zur Liebe, im Sinne des berühmten Augustinus-Wortes „Liebe, und tue was du willst.“

Bild: von links: Marianne Schindlecker, Angela Lahmer-Hackl, Erwin Lasslesberger, Georg Fraberger, Martina Steffl-Holzbauer, Weihbischof Anton Leichtfried, Christine Haiden, Ernst Sandriesser, Jutta Göschl, Simon Kreuzpointner

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