Pfarrmedienwettbewerb: Freude über „Qualitätssprung"

Sieger Pfarrmedienwettbewerb 2018

St. Pölten, 16.06.2018 (dsp) Beim 2. Pfarrmedienwettbewerb der Diözese St. Pölten gewann die Gemeinschaft Langenloiser Pfarren (Bezirk Krems) gleich in zwei von insgesamt vier Kategorien: nämlich in der Kategorie „Öffentlicher Raum“ sowie beim „Gesamtkonzept“. Bischof Klaus Küng überreichte bei einer Feier im St. Pöltner Bischöflichen Sommerrefektorium die Auszeichnungen. Bei den „Druckmedien“ beeindruckte die St. Pöltner Dompfarre die Fachjury am meisten, bei den „Neuen bzw. Elektronischen Medien“ gewann die Pfarre Dürnstein. Der diözesane Pressereferent Markus Riccabona sprach von einem signifikanten „Qualitätssprung“ bei den Pfarrmedien.

Erstmals schrieben die Diözese St. Pölten und die Erzdiözese Wien gemeinsam einen Pfarrmedienwettbewerb aus. So sollten die Leistungen der Pfarren in ganz Niederösterreich auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit bekannt und gewürdigt werden. Exakt 100 Einreichungen gab es in den vier Kategorien bei der Diözese St. Pölten, vor vier Jahren waren es 64. Die Preise waren mit insgesamt 16.000 Euro dotiert und wurden von Sponsoren übernommen.

Riccabona betont: „Die Pfarren bekommen mit dem Wettbewerb eine professionelle Antwort auf die Frage: Wo stehen wir mit unserer Medienarbeit, wo stehen wir mit unserer Arbeit für die Verkündigung?“ Er erinnerte daran, dass Pfarrmedien viele der Kirche fernstehende Menschen erreichen könnten und die Pfarren gingen so „an die Ränder“. Man sei positiv überrascht gewesen von der „unglaublichen Qualität der Einreichungen“, die Entscheidungen über die Platzierungen seien sehr eng gewesen. Bewerben konnten sich einzelne Pfarren, Pfarrverbände oder auch überregionale Pfarrkooperationen sowie Dekanate. Besonders berücksichtigt wurden neben der Qualität von Erscheinungsbild und Inhalt sowie den Ressourcen des Bewerbers die Aspekte Neuevangelisierung und Mission.Um nachhaltige Impulse zu geben, kündigte Riccabona an, dass die Best Practise-Beispiele in einer Broschüre dokumentiert werden.

Freude über viel Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit

Bischof Klaus Küng sagte, er bewundere das Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit der Pfarren. Auch er verwies auf die Entwicklung der medialen Arbeit: Habe man einst mit Schreibmaschinen und einfachsten Mitteln gearbeitet, so würden die Pfarren heute alle möglichen neuen Medien bedienen. Er bewundere die Vielfalt: von YouTube über den „Quotenrenner“ Pfarrblatt bis zu den bewährten Plakaten. Wichtig seien ihm weiters, dass nicht reißerische Titel im Mittelpunkt stehen, sondern guter Inhalt. Viele Samenkörner würden durch die Pfarrmedien gesetzt, die positiv aufgingen.

Peter Haslwanter, Bereichsleiter Pfarre der Pastoralen Dienste, sagte : „Die entscheidende Frage bleibt: Wozu das Ganze? Was ist das Ziel? Information und Kommunikation sind ja kein Selbstzweck. Darum zugespitzt: Alles in den Pfarrblättern dreht sich doch um die Verkündigung des Glaubens. Pfarrgemeinden werben über die reine Information hinaus für den christlichen Glauben. Sie laden möglichst alle vor Ort lebenden Menschen - die Pfarrbevölkerung - ein, den Glauben in Gemeinschaft zu leben.“ Damit seien Pfarrblätter sehr wichtige Medien der Verkündigung und der Evangelisierung. „Was heißt evangelisieren? Einfach voll Freude bezeugen, was wir sind und was wir glauben!“, zitiert Haslwanter Papst Franziskus.

Das Engagement und die Kreativität der ehrenamtlichen Öffentlichkeitsarbeiter/innen in den Pfarren ließen den Pfarrmedienwettbewerb zu einem großen Erfolg werden. Die Öffentlichkeitsarbeit ist seither ein spannender und wesentlicher Bereich des pfarrlichen Geschehens geblieben und verändert sich laufend. Klassische Publikationen wie Pfarrblatt, Pfarrzeitung, Plakate und Aussendungen werden immer stärker flankiert von Online-Angeboten, sozialen Medien, Homepages und intensiver Kommunikation auf vielen Kanälen. Die professionelle Kommunikationsarbeit in den Pfarren ist das Rückgrat der Wahrnehmung von Kirche in der Öffentlichkeit. Auch in diesem Jahr sollte der Pfarrmedienwettbewerb ein Anlass und Anreiz sein, die Arbeit der Pfarren zu präsentieren.

Die 4 Kategorien

1) Druckmedien: Umfasst die klassische „Pfarrzeitung“ und andere Druckwerke, die laufend über Aktivitäten und Termine der Pfarre informieren, aber auch Kirchenführer und ähnliche Produkte.
2) Neue Medien: Das „elektronische Schaufenster“, Website und Social Media (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, WhatsApp u.a.), also die digitale pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit, die jederzeit abrufbar ist.
3) Öffentlicher Raum: Umfasst die Darstellung nach „außen“ in Schaukästen, am oder im Pfarrhaus, an der Kirchenmauer, aber auch in der Kirche. Dazu gehören Transparente, Bilder, Plakate, Objekte sowie Infoscreens.
4) Gesamtkonzept: Die neu geschaffene Kategorie beinhaltet die Bewertung des Gesamtkonzeptes der pfarrlichen Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Abstimmung der verschiedenen Kommunikationsleistungen und -produkte der Pfarre aufeinander.

Die Sieger

Preisträger Kategorie „Druckmedien“
1. Preis von EVN an Dompfarre
2. Preis von NÖN an Pfarrverband Melk-St. Koloman
3. Preis von Steinmetz Ecker an Pfarre Aschbach
Sonderpreis der Diözese an Pfarre Tulln-St. Stephan

Preisträger Kategorie „Elektronische Medien“
1. Preis von Diözese an Pfarre Dürnstein
2. Preis von HYPO NÖ an Pfarre Eichgraben
3. Preis von Diözese an Pfarrverband St. Pölten Süd
3. Preis von NÖ Versicherung an das Jugendprojekt Sankt.

Preisträger Kategorie „Öffentlicher Raum“
1. Preis von EPAMEDIA und Marketingagentur Cayenne an Gemeinschaft Langenloiser Pfarren
2. Preis von Diözese an Stiftspfarre Herzogenburg
3. Preis von Diözese an Pfarre Waidhofen/Ybbs

Preisträger Kategorie „Gesamtkonzept“
1. Preis von Guntard Gutmann an Gemeinschaft Langenloiser Pfarren
2. Preis von Diözese an Pfarre Neumarkt/Ybbs
3. Preis von Diözese an Pfarre Tulln-St.Severin

Foto: Sieger Pfarrmedienwettbewerb 2018