Medienempfang der Orden: "Gemeinschaften haben Zukunft"

"Viele Zeichen der Hoffnung" für eine gute Zukunft der Ordensgemeinschaften in Österreich sieht der Vorsitzende der Superiorenkonferenz, Abtpräses Christian Haidinger.

An der Tatsache, dass die Ordensleute derzeit weniger und im Durchschnitt älter würden, gäbe es zwar "nichts herumzudeuten", sagte er beim diesjährigen Medienempfang der Ordensgemeinschaften Österreich am Dienstagabend in Wien. Er erlebe bei Besuchen in den - oft jahrhundertealten - heimischen Frauen- und Männerorden aber deutlich "eine Kraft, mit der sie weitergehen", betonte Haidinger, der gemeinsam mit der Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, Gastgeber des Empfangs war.

Der Superiorenkonferenz-Vorsitzende verwies exemplarisch auf die große Abtweihe mit mehr als 1.000 Festgästen im Stift Admont am vergangenen Sonntag oder die aktuelle Novizenwoche der männlichen Ordensgemeinschaften hin. 18 Novizen seien in dieser Woche im St. Pöltner Lilienhof versammelt, um sich auszutauschen und junges Mönchsleben in größerer Gemeinschaft zu erleben, berichtete Haidinger. Das Ordensleben werde künftig anders werden. "Wir werden nicht mehr diese großen Gemeinschaften haben, aber es ist viel Leben da, das auch ausstrahlt", meinte der Abtpräses mit Blick auf das vielfältige Schaffen der 190 in Österreich wirkenden Frauen- und Männerorden.

Ort der Begegnung zwischen Vertretern aus Medien und Ordensgemeinschaften war heuer das vom Schulverein der Schulschwestern vom 3. Ordens des hl. Franziskus geführte Schulzentrum in Wien-Erdberg. Die frühere Generaloberin der Schulschwestern und Vorsitzende der Vereinigung Katholischer Kindertagesheime in Wien (KKTH), Sr. Petronilla Herl, stellte zusammen mit den anwesenden Schuldirektorinnen und -direktoren den Standort vor, an dem ein Kindergarten, Volks- und Neue Mittelschule samt Hort sowie eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe untergebracht sind. Österreichweit besuchen im aktuellen Schuljahr mehr als 50.000 Mädchen und Burschen eine der insgesamt 234 Schulen in Trägerschaft eines Ordens.

(Kathpress, 26.04.2017)