Maria Moser wird neue Diakonie-Direktorin

Das evangelische Hilfswerk Diakonie hat eine neue Direktorin: Der Diakonische Rat, das Leitungsgremium der Diakonie in Österreich, hat Maria Katharina Moser, Pfarrerin in der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Simmering, in diese Funktion gewählt, berichtete das Hilfswerk.

Die Neubesetzung ist notwendig geworden, da sich Michael Chalupka, Diakonie-Direktor seit 1994, nach vier Amtsperioden neuen Aufgaben widmen wird. Er ist noch bis 31. August 2018 im Amt.

"Wir freuen uns, mit Maria Katharina Moser eine ausgewiesene Theologin und Ethikerin gewonnen zu haben, die den Weg der Diakonie, Menschen, die der Hilfe bedürfen, zu begleiten und ihre Stimme in der Öffentlichkeit zu stärken, konsequent weiterführen wird", äußerte sich Diakonie-Präsident Roland Siegrist zu der Bestellung. In die Diakonie bringe die promovierte Sozialethikerin schon bisher theologische Expertise als wissenschaftliche Referentin am Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie (IöThE) ein.

Maria Katharina Moser studierte sowohl katholische als auch evangelische Theologie in Wien sowie interkulturelle Frauenforschung in Manila. Ihr beruflicher Werdegang führte von der Jugendarbeit über die Erwachsenenbildung in die universitäre Forschung und Lehre u.a. mit einer Vertretungsprofessur am Lehrstuhl für Sozialethik und Praktische Theologie an der Universität des Saarlandes sowie in den Journalismus. Sieben Jahre arbeitete sie als Redakteurin in der Religionsabteilung des ORF Fernsehen. Schließlich entschied sie sich zum Schritt ins Pfarramt und absolvierte das Vikariat, die Ausbildung zur Pfarrerin in der Evangelischen Kirche. Das Amt als Pfarrerin wird sie noch bis Ende August 2018 ausüben.

Die evangelische Diakonie zählt zu den fünf größten Sozialorganisationen in Österreich. Sie unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen, insbesondere bei Krankheit und in sozialer Not, auf der Flucht und nach Katastrophen. Darüber hinaus fördert das Hilfswerk die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, begleitet in Pflege und Alter und will benachteiligten Kindern und Jugendlichen Bildungschancen eröffnen.

(KAP, 25.09.2017)