Forschungsprojekt zu Juden in NÖ im Hiphaus

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St. Pölten, 20.01.2017 (dsp) Ein Bürgerbeteiligungsprojekt zur Erforschung der Geschichte vertriebener Juden im Zentralraum von Niederösterreich startet das Bildungshaus St. Hippolyt in Zusammenarbeit mit Institut für Jüdische Geschichte Österreichs. Bei der Startveranstaltung am 2. Februar 2017 im Hippolythaus informieren Martha Keil, Christoph Lind und Philipp Mettauer vom Institut für jüdische Geschichte über Anliegen, Inhalte und Arbeitsweisen des Projekts und was dazu beigetragen werden kann.

Das Top Citizen Science-Projekt „Unsere vertriebenen Nachbarn“ soll Informationen erschließen, an die Historiker nur schwer oder gar nicht herankommen: autobiographische Quellen, private Geschäftspapiere und vor allem Informationen aus der familiären Kommunikation. Forschungsthemen sind die vielfältigen Aspekte des christlich-jüdischen Zusammenlebens vor dem Krieg – Nachbarschaft, Freundschaft, Schule, Vereine, Berufs- und Alltagsleben –, die Gewalt im Nationalsozialismus und eventuelle Fortsetzungen der Beziehungen nach 1945.

In monatlichen Workshops im Hippolythaus können Materialien gebracht werden, die die Historiker des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs auswerten. Es besteht auch die Möglichkeit, in einem moderierten Blog Beiträge diskutieren. Die Ergebnisse werden bei der Schlussveranstaltung am 9. November 2017 präsentiert und unter Beachtung des Datenschutzes auf dem „Memorbuch“ online gestellt.

Termine der Workshops:
Mi, 15.2.2017, 18 – 20 Uhr
Di, 14.3.2017, 18 – 20 Uhr
Fr, 21.4.2017, 18 – 20 Uhr
Do, 11.5.2017, 18 – 20 Uhr
Mo. 26.6.2017, 18 – 20 Uhr
Di, 12.9.2017, 18 – 20 Uhr

Information und Anmeldung:
Dr. Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte Österreichs
, 02742/77171-0
Anmeldung für jeden der genannten Termine bis eine Woche vor dem Termin.