Christus-Nachfolge: Vielfältige Gründe in Orden einzutreten

Novizenwoche im Lilienhof

St. Pölten, 24.04.2017 (dsp) Österreichs Ordensnovizen sind zu einer Begegnungswoche im St. Pöltner Lilienhof zusammengekommen. Dabei zeigte sich beim Austausch über die Berufungswege die Breite und Vielfalt der Ordensgemeinschaften.

Novizen der Barmherzigen Brüder berichten, sie seien in den Orden eingetreten, um obdachlosen oder kranken Menschen zu helfen. Der Ordensnachwuchs der Franziskaner wolle wiederum einfach leben. Den Benediktinern seien die christlichen Wurzeln Europas so wichtig, deshalb hätten sie ihre über 1000 Jahre alten Stifte aufgesucht. Und für die jungen Zisterzienser sei der Lobpreis Gottes und das Chorgebet besonders anziehend.

Der Generalsekretär der Superiorenkonferenz – der Zusammenschluss der männlichen Ordensgemeinschaft Österreichs -, P. Franz Helm, berichtet, dass hauptsächlich drei Gründe für den Eintritt in den Orden maßgeblich sind: Junge suchen die Gemeinschaft, sie suchen weiters eine Gebetsgemeinschaft, wie sie in Stiften und Klöstern zu finden ist, und sie wollen ihre Sendung leben.

P. Franz Helm SVD – ein gebürtiger Ybbsitzer – verweist auf die Nachhaltigkeit der Novizenwochen. Frühere Jahrgänge würden sich ordensübergreifend noch immer regelmäßig treffen und seien gut miteinander vernetzt. Auf dem Programm standen Exkursionen, gemeinsame Gottesdienste oder ein Vortrag des bekannten Emmaus-Gründers Karl Rottenschlager unter dem Motto „Vergiss die Armen nicht“.

Das Noviziat bezeichnet die Zeit der Ausbildung, in der jemand, der neu in eine Ordensgemeinschaft eingetreten ist, sich in der Ausbildung und Vorbereitung auf die zeitlichen Ordensgelübde befindet. Die neu in die Gemeinschaft Aufgenommenen werden Novizen genannt.