Weltjugendtag mit Gedenken an ermordeten Père Hamel eröffnet

Mehrere Hundert Bischöfe und 400.000 junge Katholiken aus allen Kontinenten - davon allein 30.000 Franzosen - haben am Dienstagnachmittag im Krakauer Blonia-Park die Eröffnungsmesse zum katholischen Weltjugendtag (WJT) gefeiert.

Dabei wurde besonders des am Vormittag in Saint-Etienne-du-Rouvray (Frankreich) von Terroristen ermordeten Priesters Jacques Hamel und des bald darauf im Spital von Rouen verstorbenen Schwerverletzten gedacht.

Bei einer Pressekonferenz in Krakau rief der Generalsekretär der Französischen Bischofskonferenz, Olivier Ribadeau Dumas, eindringlich zum Gebet für Frieden und Brüderlichkeit in Frankreich auf. Er betonte, es gelte jetzt, Pauschalverdächtigungen gegen welche Gruppe auch immer nicht zuzulassen. Dumas erinnerte an den Auftrag des Papstes im Zusammenhang mit dem Jahr der Barmherzigkeit.

Noch vor der von Kardinal Stanislaw Dziwisz geleiteten Messe im Blonia-Park, die mit einem Gebet für Pere Hamel begann, fand in der Krakauer Dominikanerkirche das Treffen der mehr als 3.000 österreichischen Pilger statt. Teilgenommen haben auch die zum WJT in Polen angereisten österreichischen Bischöfe Kardinal Christoph Schönborn, Wilhelm Krautwaschl, Manfred Scheuer, Anton Leichtfried und Stephan Turnovszky. Der Grazer Bischof Krautwaschl nannte als Charakteristika der Weltjugendtage sichtbare Freude und auch Lautstärke. "Ein Weltjugendtag muss laut sein", betonte er.

Die fünf österreichischen Bischöfe berichteten über ihre bisherigen Weltjugendtags-Erlebnisse und ihre Begegnungen mit der bekanntesten Persönlichkeit Krakaus, Papst Johannes Paul II. (1920-2005). Kardinal Schönborn präsentierte dazu das Bischofskreuz, das ihm der polnische Papst 1996 schenkte.

(26.07.2016, KAP)