Weitere Pforte der Barmherzigkeit geöffnet

Pfarrer Mag. Christian Poschenrieder öffnet die Heilige Pforte in Maria Laach

Maria Laach, 03.04.2016 (dsp) Bischof Klaus Küng hat eine weitere Jubiläumskirche für das „Jahr der Barmherzigkeit“ bestimmt: Maria Laach am Jauerling. Am Sonntag der Barmherzigkeit öffnete Pfarrer Christian Poschenrieder das Tor der Wallfahrtskirche mit dem vorgesehenen Ritus. Zu Beginn der Wallfahrtssaison befindet sich in Maria Lach somit die fünfte Heilige Pforte der Diözese St. Pölten.

Die weiteren Heiligen Pforten befinden sich im Dom von St. Pölten sowie in den Basiliken Maria Taferl, Sonntagberg und Maria Dreieichen. Diese wurden bereits am 3. Adventsonntag „Gaudete“ geöffnet. Mit dem Durchschreiten einer Pforte der Barmherzigkeit wird ein vollkommener Ablass unter folgenden Bedingungen gewährt: Empfang der Beichte (auch einige Tage vorher oder nachher), Empfang der Eucharistie, Gebet in der Meinung des Papstes, innere Abkehr von jeglicher Sünde.

Die Heilige Pforte repräsentiert Jesus Christus selbst, genauer gesagt, sein geöffnetes Herz, aus dem die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes strömt. Mit dem bewussten Durchschreiten der Pforte vertraut man sich Jesus an, und öffnet sich selbst, um die Gnade Gottes zu empfangen. Dabei betritt man auch symbolhaft die Kirche als allumfassendes Heilssakrament.
Ein Ablass ist keine Sündenvergebung, die bei schweren Sünden im Sakrament der Beichte geschieht. So genannte lässliche Sünden, also mindere Vergehen gegen die Liebe Gottes, werden auch vergeben durch das Schuldbekenntnis zu Beginn jeder Heiligen Messe, durch das Hören des Evangelium in der Messe sowie durch den Kommunionsempfang.
Der Ablass hingegen ist der vollständige oder teilweise Nachlass der Sündenstrafen. Auch bei der Vergebung einer Sünde, bleiben deren Folgen und Auswirkungen weiterhin bestehen. Diese können durch gute Werke, Gebete, Almosen oder Pilgerfahrten getilgt werden. Oder eben durch die Gewährung eines Ablasses, der auf den reichen Schatz von Gebeten und guten Werken der ganzen Kirche zu allen Zeiten zurückgreift. Die unendlichen Verdienste des Erlösungswerks Christi schließen auch die von der "Gemeinschaft der Heiligen" ein.
Ablässe können nicht ohne aufrichtige Reue, Umkehr und Verbindung zu Gott gewonnen werden.