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Trauerstationen des Mobilen Hospizdienstes

Elisabeth Riegler, Hospizkoordinatorin für die Region St. Pölten

St. Pölten, 07.10.2016 (dsp) Besondere Plätze der Trauer richtet der Mobile Hospizdienst der Caritas in Kirchberg an der Pielach und in St. Pölten ein. In der Zeit vom 16. Oktober bis zum 3. November 2016 gibt es in der Pfarrkirche Kirchberg und vom 7. bis zum 22. November 2016 im Dom St. Pölten (Kreuzgang) für Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, innezuhalten und persönlichen Trauererfahrungen Ausdruck zu verleihen.

„Dabei kann man schmerzhafte Erlebnisse aufschreiben und in eine Klagemauer stecken, mit Glassteinen einen „Weg der Erinnerung“ legen oder die tröstende Geschichte „Die Glücksbohne in der Hosentasche“ mit nach Hause nehmen“, erklärt Elisabeth Riegler, Hospizkoordinatorin für die Region St. Pölten.

Die Stationen im Überblick

Die erste Station ist die „Klagemauer“. Ziegelsteine sind zu einer Mauer geschichtet, in die verschriftlichte Klagen gesteckt werden können. Dabei geht es darum den Schmerz auszudrücken, zu klagen. Bei dieser Station soll die Gelegenheit gegeben sein, Schmerzen und Klagen sichtbar zu machen, sie zu verschriftlichen und dann in die Klagemauer zu stecken.

Der „See der Tränen“ ist die zweite Station. Es geht dabei darum den Verlust symbolisch zu beweinen. Auf dem Tisch steht ein Bottich in dem Steine liegen, welche mit Gedanken von Trauernden beschriftet sind. Aus einem Krug wird Wasser auf diese Steine gegossen. Das Wasser ist Symbol für Reinigung und neues Leben und soll die Tränen symbolisieren.

Die dritte Station ist der „Weg der Erinnerung“. Hier besteht die Möglichkeit noch einmal Danke zu sagen, für den Lebensweg, der gemeinsam gegangen wurde. So können Dankesworte auf ein buntes Blatt Papier geschrieben und, beschwert mit einem Glasstein, auf den Kiesweg gelegt werden. Der Weg ist das Symbol für das Leben, das noch vor uns liegt.

Die „Glücksbohne in der Hosentasche“ ist eine Geschichte zum Mitnehmen und Nachahmen, zum Kraft schöpfen und Zuversicht spüren. Das was in der Vergangenheit geschehen ist, wird immer ein Teil der Hinterbliebenen bleiben und trotzdem darf das Leben eines Tages wieder bejaht werden. Die Geschichte erzählt von einem Mann, der durch die Bohnen in seiner Hosentasche wieder langsam lernt Glücksmomente wahrzunehmen. Die Geschichte und eine Hand voll Bohnen können mit nach Hause genommen werden.

Die Stationen werden vom Mobilen Hospizdienst der Caritas der Diözese St. Pölten gestaltet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mobilen Hospizdienstes der Caritas haben im Vorjahr in der Diözese St. Pölten mit rund 6000 Besuchen 329 schwerstkranke Menschen und trauernde Angehörige begleitet.