Solitude Myriam: Von der Trauer zur Freude

Weiheerneuerung mit Danielle Bourgeois

St. Pölten, 29.09.2016 (dsp) „Gescheitert und doch berufen? Das ist der spannende Weg, auf den wir uns in der Familie Solitude Myriam machen,“ erläutert Waltraut Sennewald, die Verantwortliche der Gemeinschaft für Österreich und Deutschland. Und so bietet die Familie Solitude Myriam (FSM) monatliche Treffen für Menschen in Trennung, Scheidung, Wiederverheiratung und Witwenschaft an.

Interessierte sind eingeladen, sich mit Betroffenen zu treffen, die das Leid und die Not mit all den Schwierigkeiten aus eigener Erfahrung kennen. Durch die Begegnung mit Gott in der Gemeinschaft, Austausch, Gebet und das Wort Gottes erfahren viele Hilfe, Heilung und neue Perspektiven im Leben mit Gott in seiner Kirche. Manch einer entdeckt auch seine Berufung neu.

„Die Familie Solitude Myriam ist ein großer Segen für unsere Zeit, da viele Menschen unter dem Zerbrechen ihrer Familien leiden“, sagt Bischof Klaus Küng dazu. „Mit Hilfe dieser relativ jungen religiösen Gemeinschaft wird auch in schmerzlichen Situationen von Trennung und Scheidung oder anderen familiären Krisen Gottes Barmherzigkeit entdeckt und die Erfahrung gemacht, dass sie zu Freude und Heilung führt. Es ist zu wünschen, dass FSM an möglichst vielen Orten entsteht, zu einer Rettungsinsel für viele wird und zum Ausgangspunkt geistlicher Erneuerung. Mögen Gottes Schutz und Beistand sowie die Fürsprache der Heiligen Familie die Bemühungen um Verbreitung dieser wichtigen seelsorglichen Arbeit in allem begleiten!“

Die Gemeinschaft wurde 1982 von Danielle Bourgeois in Kanada gegründet. „Solitude“ bedeutet im Französischen Einsamkeit. Es bedeutet, dass in und mit der Familie Menschen leben, die einsam sind, zum Beispiel weil sie den Gatten durch Trennung oder Tod verloren haben, oder ganz einfach auch Menschen, die eine Einsamkeit zu bewältigen haben. „Myriam“ ist Maria, die die wohl größte Einsamkeit unter dem Kreuz getragen hat und so den Mitgliedern und Freunden der Familie sehr nahe ist.

„FSM bietet Menschen einen Weg der inneren Heilung in vier Etappen an“, erklärt Sennewald, „auch Paaren, die in einer nicht sakramentalen Ehe leben, ist FSM offen, ebenso verwitweten Menschen. Sie werden mit großem Respekt aufgenommen und angehört. So geschieht es oft, dass Menschen bei uns aus ihrer Trauer heraus kommen und wieder zur Freude gelangen. Genau das ist unsere Berufung.“
In Österreich gibt es neben der Gruppe in St. Pölten auch eine Gruppe in Salzburg. Weitere Gruppen sollen in nächster Zeit entstehen.

Herbsttermine in St. Pölten, Pastorale Dienste, Klostergasse 15: 1. Oktober, 5. November, 3. Dezember 2016 jeweils von 14.00 bis 16.30 Uhr.
Weitere Termine 2017: 7. Jänner, 4. Februar, 4. März (Änderungen vorbehalten). Teilnahme frei (Einstieg zu jedem Termin möglich), keine Anmeldung erforderlich!
Leitung der Treffen: Waltraut Sennewald und Jörg Schröter
Information: Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie, Mag. Markus Mucha http://familie.dsp.at oder 02742/324/3344