Papst feiert neuen Schöpfungstag mit großer Vesper

Papst Franziskus begeht den Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September mit einem großen Vespergottesdienst um 17 Uhr im Petersdom. 

Franziskus hatte im Vorjahr den von den orthodoxen Christen bereits seit 1989 jeweils am 1. September begangenen Gebetstag auch für die katholische Kirche eingeführt. Er wolle so einen Beitrag zur Überwindung der ökologischen Krise zu leisten, hatte er erklärt. Der Tag solle in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betonte der Papst.

Franziskus folgte mit der Einsetzung des Weltgebetstages einer Anregung des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel. Metropolit Ioannis Zizioulas, der von Patriarch Bartholomaios I. immer wieder für den Kontakt mit dem Vatikan bestimmt wird, hatte bei der Präsentation der päpstlichen Umweltenzyklika "Laudato si" am 18. Juni 2015 eine solche gemeinsame Gebetsinitiative beider Kirchen vorgeschlagen.

Der Papst hatte sich dem Anliegen angeschlossen, weil alle Kirchen durch die fortschreitende Umweltzerstörung vor denselben Herausforderungen stünden. Um glaubwürdig und wirkungsvoll dagegen angehen zu können, bedürfe es einer gemeinsamen christlichen Antwort. Franziskus hatte zugleich die Erwartung geäußert, dass sich weitere Kirchen und kirchliche Gemeinschaften dieser Initiative anschließen würden.

Auch in Österreichs Kirche hat die Schöpfungstags-Initiative bereits Tradition. Landesweit finden in der Zeit vom 1. September bis 4. Oktober (Fest des Hl. Franz von Assisi) wie in den vergangenen Jahren Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz statt, darunter ökumenische "Schöpfungsgottesdienste", Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen.

(12.08.2016, KAP)