Landeswallfahrt des Kameradschaftsbundes nach Maria Taferl: Mahnung zum Frieden

Foto: Pfleger

Maria Taferl, 29.08.2016 (dsp) Die alljährliche Landeswallfahrt des Niederösterreichischen Kameradschaftsbundes (NÖKB) stand heuer unter dem Motto „Werte und Ziele des NÖKB“.  Zelebriert wurde die heilige Messe von Landesseelsorger Dechant P.  Josef Grünstäudl. Über 850 Kameraden waren mit 56 Fahnen ausgerückt, zusätzlich nahmen weit über 200 Gäste an der Wallfahrt teil.

In seiner Predigt ging Landesseelsorger P. Josef Grünstäudl auf die Werte ein anhand eines Beispiels vom schicksalsgeprüften Ehepaar, das im Begriff war, aufzugeben und sich doch noch überzeugen ließ durchzuhalten, und siehe da: „Es kann so schnell gehen, dass ein vermeintlich verpfuschtes Leben plötzlich wertvoll wird, sinnvoll wird und einen Wert bekommt. Man muss durchhalten und diese Ausdauer braucht es eben auch, damit unser Leben an Wert gewinnt.“

NÖKB-Präsident Schulrat Josef Pfleger ging in seiner Festrede - getreu dem Motto der Landeswallfahrt - auf die Werte und Ziele des NÖKB ein. „Kameradschaft ist ursprünglich eine soldatische Tugend. Und eine Tugend ist grundsätzlich die Fähigkeit, das Gute mit innerer Neigung zu tun. Kameradschaft kann also nicht erzeugt werden, sondern entsteht im gemeinsamen Einsatz für ein gemeinsames Ziel.“ Weiters sprach er über die Werte und den Umgang mit diesen in der heutigen Zeit: „Wir haben uns von der Schicksalsgemeinschaft der Kriegsteilnehmer zur Wertegemeinschaft der Gegenwart gewandelt. Unter Kameradschaft verstehen wir soziale Hilfe für in Not geratene Kameraden und soziale Einrichtungen, Toten- und Gefallenengedenken und natürlich auch zwischenmenschliche Kommunikation. Wir stehen treu zur Republik Österreich, wobei politische Parteizugehörigkeit in unseren Reihen keine Rolle spielt.“

Landtagsabgeordneter Karl Moser sagte: „In der heutigen Zeit, wo sich Terrormeldungen in Europa häufen, ist es wichtig, einen Mahner zum Frieden wie den ÖKB zu haben, der uns auch immer wieder vor Augen führt, dass Frieden längst nicht mehr selbstverständlich ist.“

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