Kirchliches Symposion stellt Marktwirtschaft auf den Prüfstand

Bei einem kirchlich getragenen Symposion am Donnerstagabend, 17. November, steht die Marktwirtschaft auf dem Prüfstand: "Wohlstand für alle durch Marktwirtschaft - Illusion oder Wirklichkeit?" lautet das Thema, für das die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) und das "Dr. Karl Kummer-Institut" hochkarätige Fachleute gewonnen hat.

Das Einleitungsreferat um 18 Uhr in der Raiffeisen Zentralbank (Am Stadtpark 9, 1030 Wien) hält Martin Rhonheimer, Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom und Präsident des "Austrian Institute for Economics and Social Philosophy".

Für Statements und Meinungsaustausch sorgen anschließend Wolfgang Mazal, Vorstand des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien, Franz Schellhorn, Direktor der Denkfabrik "Agenda Austria", die Wiener Theologin und Sozialethikerin Prof. Ingeborg Gabriel und Josef Taus, ehemaliger ÖVP-Parteichef und Ehrenobmann des Kummer-Instituts.

Die Veranstaltung setzt eine AKV-Reihe von alljährlichen Symposien zu einem wichtigen gesellschaftspolitischen Thema fort. Vor zwei Jahren war "Die Zukunft unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems" Thema, im November 2015 lautete die Leitfrage: "Die globale Wirtschaft braucht einen Kompass - geben die Katholische Soziallehre und Laudato si' die richtigen Antworten?" Das diesjährige Symposion setze auch die Diskussion über die "Zeitgemäßheit der Katholischen Soziallehre" fort, hieß es seitens der Veranstalter.

Hauptreferent Rhonheimer ist gebürtiger der Schweizer und katholischer Priester. Er gilt als international anerkannter Experte im Bereich der Katholischen Soziallehre und geht davon aus, dass sich unter den Bedingungen von Kapitalismus und freier Marktwirtschaft die Ziele christlicher Ethik am besten erreichen lassen. Rhonheimer versteht sich in der Tradition der "Schule der österreichischen Nationalökonomie" und "vertritt damit nicht gerade den derzeitigen Mainstream in der Katholischen Soziallehre", so die Ankündigung. (Anmeldungen per E-Mail: anmeldung@akv.or.at)

(15.11.2016, KAP)