Kirchliches Integrationsprojekt mit Familien als Flüchtlingspaten

Familien verfügen über das meiste Know-How in Familienfragen - was auch die Integration von Flüchtlingen fördern kann: Mit dieser Überzeugung startet der Katholische Familienverband (KFÖ) jetzt das Projekt "Familien für Familien".

"Nicht Einzelpersonen, sondern ganze Familien übernehmen dabei die Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie mit anerkannten Asylbescheid", erläuterte KFÖ-Vizepräsidentin Irene Kernthaler-Moser das Konzept. Helfen soll es Flüchtlingen bei der großen Herausforderung, sich im fremden Land einen Alltag aufzubauen.

Der Kontakt zwischen Einheimischen und Flüchtlingsfamilien soll Begegnungsängste abbauen und wichtige Informationen auf niederschwellige Weise vermitteln - "darunter durchaus auch Fragen wie: Wo gibt es im Grätzel einen tollen Spielplatz? Wie verbringen Familien in Österreich Ihre Freizeit? Was mache ich, wenn ein Kind am Wochenende krank wird?", veranschaulichte Kernthaler-Moser.

Das Pilotprojekt, das im Juni 2016 in Wien startet, richtet sich an Familien mit Kindern bis 18 Jahre. Unterstützung gibt es dafür auch vom Bundesministerium für Familien und Jugend. Vorerst werden 15 Familien von der Abteilung "Startbegleitung für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte" bei Interface Wien ausgewählt, wobei man bei der Zuteilung der Familie besonderes Augenmerk auf das Alter der Kinder legt.

Die Suche nach Patenfamilien ist bereits im Gange: Angestrebt werden zwei bis vier Treffen im Monat, nach der Vorbereitung im Rahmen eines eintägigen Workshops. Im April startende unverbindliche Infoabende über das Projekt liefern Entscheidungshilfen für Interessierte.

(Information: www.familienfuerfamilien.at, Anmeldung für Infoabend erbeten unter )

(KAP, 02.04.2016)