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Katholischer Familienverband fordert Erhalt von Sonderschulen

St. Pölten, 03.06.2016 (dsp) Der Katholische Familienverband fordert auch in Zukunft den Erhalt von Sonderschulen. „Es ist mir unverständlich, den Eltern von Schülerinnen und Schülern, die einen erhöhten schulischen Förderbedarf benötigen, aus mehr als fadenscheinigen Gründen das Recht auf die Wahlfreiheit nach der bestmöglichen Schulform zu beschneiden“, erklärt Josef Grubner, Vorsitzender des niederösterreichischen Familienverbandes.

Mit einer Bürgerinitiative wehren sich Eltern und der Katholische Familienverband Niederösterreichs gegen ein Aus für die Sonderschulen. Der Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention sieht vor, dass diese bis 2020 zur Ausnahme werden sollen.

„Die beiden bisherigen Angebote, entweder eine integrativ geführte Klasse oder eine pädagogische Spezialeinrichtung, müssen zum Wohle der Hilfe bedürftigen Kinder erhalten bleiben, denn unter diesen Kindern gebe es viele, die nur in sehr kleinen bzw. kleinen Gruppen und mit beständiger Bezugsperson lernen können“, so Grubner.

Derzeit wird österreichweit rund 30.000 Kindern wegen körperlicher oder psychischer Behinderungen ein sonderpädagogischer Förderbedarf (SPF) attestiert. 62 Prozent davon werden in Integrationsklassen - also gemeinsam mit nicht behinderten Kindern - unterrichtet, 38 Prozent in Sonderschulen.

Es gehe nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch. Je nach Beeinträchtigung der Kinder werde eine unterschiedliche Beschulung gebraucht.“

Fotos (Wolfgang Zarl): Josef Grubner, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes Niederösterreich