Georg Kreuter neuer Notfallseelsorge-Koordinator der Diözese St. Pölten

St. Pölten, 21.10.2016 (dsp) Der 34-jährige Georg Kreuter aus der Pfarre Groß Schönau ist neuer Notfallseelsorge-Koordinator der Diözese St. Pölten. Der Pastoralassistent und Rote Kreuz-Mitglied übernahm die Funktion von Stefan Mayerhofer. Bei einem Festakt wurde ein Rückblick auf die vergangenen zwölf Jahre gemacht, in denen Mayerhofer die Notfallseelsorge in der Diözese St. Pölten kontinuierlich aufgebaut und etabliert hat.

Dazu zählt: Gewinnung und Aus- und Weiterbildung der Notfallseesorger/innen, Aufbau der Strukturen diözesan und interdiözesan (Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Wien) und ökumenisch, Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Krisenintervention des Landes und mit den „Blaulichtorganisationen“ (Rettung, Feuerwehr und Polizei) des Landes Niederösterreich; Vernetzung mit der Österreich-Ebene der Notfallseelsorge.

Bischofsvikar Franz Schrittwieser würdigte Mayerhofer für seine Verdienste um die Notfallseelsorge: „Notfallseelsorge ist Ausdruck dafür, dass Seelsorge heute an den Orten zu sein hat, wo die Menschen sie brauchen. Dafür ist eine sehr gute Grundlage geschaffen worden.“ Es gelte dran zu bleiben und die Notfallseelsorge in Richtung „Krisen-Seelsorge“ weiter zu entwickeln.

Stefan Mayerhofer befasste sich bei seiner Masterarbeit an der Donauuniversität Krems mit dem Thema „Krisenintervention bei Menschen mit Behinderungen“. „Zentrum jeder Seelsorge respektive der Krisenseelsorge ist der Mensch und seine Geschichte, seine Not und Bedrängnis, seine Freuden und Ressourcen“, so Mayerhofer. Basis jeder Seelsorge sei der „Glaube, dass Gott den Menschen zugetan ist und ihnen in ihrer Not und Bedrängnis beisteht. Menschen mit Behinderungen brauchen in Krisensituationen dieselbe seelsorgliche Zuwendung wie jeder andere Mensch.“ Damit die seelsorgliche Zuwendung ankommt und wirksam wird, „braucht es Seelsorger/innen mit dem entsprechenden Wissen und mit Empathiefähigkeit, die sich am Leben und an der Situation der Betroffenen interessiert, sich damit auseinandersetzt und einlässt.“

9 Notfallseelsorger/innen begannen mit Bereitschaftsdienst, mittlerweile sind es 30. Sie sind diözesanweit in Regionen organisiert: Mostviertel, Waldviertel, Zentralraum und in der Erzdiözese Wien (Weinviertel, Industrieviertel, Umland von Wien). 15 Notfallseelsorger/innen sorgen als Bereitschaftsteammitglied für die Koordination bei Alarmierung durch die Einsatzleitzentrale Notruf 144 Niederösterreich bzw. durch die Landeswarnzentrale. Mehrere der Notfallseelsorger/innen sind auch Kriseninterventions-Mitarbeiter/innen bei den Einsatzorganisationen bzw. Peers oder Kuraten bei der Feuerwehr.