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Gedenkgottesdienst für Sepp Winklmayr: „Tief im Glauben verwurzelt“

Gedenkgottesdienst für Sepp Winklmayr im Dom von St. Pölten

St. Pölten, 28.10.2016 (dsp) Mit einem Gedenkgottesdienst im Dom von St. Pölten verabschiedete sich die Diözese von Sepp Winklmayr. Der Direktor der Pastoralen Dienste war am 20. Oktober mit 61 Jahren plötzlich verstorben. Winklmayr habe Zeit seines Lebens, von Kindheit an „der Kirche gedient“, wie Bischof Klaus Küng in seiner Predigt vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diözese sowie der Familie und Freunden von Sepp Winklmayr betonte.

Seine „tiefe Verwurzelung im Glauben“ habe ihm Zuversicht gegeben „trotz aller Schwierigkeiten, auch innerhalb der Kirche, und trotz aller Zeichen einer rasch fortschreitenden geistigen Verflachung, die sich ähnlich wie in weiten Teilen Europas auch in unserem Land ausbreitet“. Diese persönliche Verwurzelung im Glauben habe es Winklmayr möglich gemacht, „mit Zähigkeit und beharrlich seine Leitungsaufgabe wahrzunehmen und niemanden aufzugeben, auch keine seelsorglichen Bereiche“, so Küng.

Zugleich mit dem Gebet für den Verstorbenen, sei es wichtig, auf dessen Vermächtnis zu schauen und auf den Auftrag, der damit verbunden sei. Küng: „Sein Leben sagt uns doch: Es braucht eine große Liebe zu unserer Diözese und zu allen Menschen, die hier leben; sicher erinnert uns dieses sein Leben zugleich an die Aufgabe, die uns in dieser unserer Zeit aufgetragen ist: Menschen zu Christus führen, damit Christus von ihnen erkannt und ihnen von ihm das Heil gebracht wird.“

„Den Menschen sehen“

In diesen Tagen der Trauer und des Schmerzes werde „sichtbar, was Sepp Winklmayr alles zusammengehalten hat“, sagte Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, der geistliche Leiter der Pastoralen Dienste. „Wie viele Fäden und Spuren er gezogen hat: in der Pfarre, in der Diözese, auf Österreich-Ebene und darüber hinaus.“ Aufgaben und Ämter, Tätigkeiten und Projekte könnten aufgeteilt, umgeschichtet, geändert und ersetzt werden – ein Mensch jedoch nicht, wie Reitzinger betonte. „Du bist einmalig, unverwechselbar, kostbar. Das gilt für Sepp Winklmayr. Das gilt für jede und jeden von uns.“ In jedem den Menschen zu sehen, sei dem Verstorbenen stets „ein Herzensanliegen“ gewesen. Und die Frohbotschaft zu verkünden, „dass Gott Mensch geworden ist – nicht System oder Programm oder Gesetz -, dass Gott auch in uns Mensch wird“.

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