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„Ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen“

Requiem für Dr. Sepp Winklmayr (Foto: Franz Gleiss)

Prinzersdorf, 31.10.2016 (dsp) „Er hat so ein großes Herz gehabt; es hat jetzt aufgehört zu schlagen.“ So drückte Weihbischof Anton Leichtfried die Trauer der Familie, Freunde und Kollegen von Sepp Winklmayr beim Requiem in der Pfarrkirche Prinzersdorf aus. Der plötzliche Tod des Direktors der Pastoralen Dienste sei „immer noch unwirklich und nicht zu fassen, obwohl bereits jetzt zu spüren ist, wie sehr er fehlt“. Im Anschluss an das Requiem wurde Sepp Winklmayr am Friedhof seiner Heimatgemeinde Haunoldstein beigesetzt.

Sepp Winklmayr sei „tief verwurzelt bei den Menschen“ und „tief begründet in Gott“ gewesen, betonte Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste. „Er hat die pastorale Entwicklung der Diözese wesentlich mitgetragen und mitgeprägt.“

Gott habe es „nicht gefallen“, dass Sepp Winklmayr so früh verstorben sei, sagte Wolfgang Palaver, Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck, in seinem Nachruf auf den Verstorbenen. Palaver war ein Studienkollege von Winklmayr, der in Innsbruck Theologie studiert hatte. Die Hinterbliebenen „protestieren gegen die Feindschaft des Todes gegen das Leben“. Dieser Protest gegen den Tod sei verwurzelt im biblischen Denken, so Palaver: Gott wolle nicht den Tod, und der Tod werde als letzter Feind entmachtet.

Winklmayr sei „ein bodenständiger Christ“ gewesen, der den Glauben sein Leben lang „selbstverständlich lebte“, erinnerte Palaver. Seine „ungekünstelte Verwurzelung im Glauben“ habe sich mit seinem Engagement für die Menschen verbunden. So wie Paulus sei er „allen alles geworden“, und seine Fähigkeiten als Brückenbauer machten ihn zu einem „priesterlichen Menschen“. Seine spirituelle Haltung habe sein Leben geprägt, „auch wenn er nicht viel darüber gesprochen hat“. Der Verstorbene sei auch ein gesellschaftspolitisch engagierter Mensch gewesen, wie Palaver sagte. Winklmayr habe nicht nur über Solidarität geredet, sondern diese auch gelebt – etwa in der Aufnahme von Flüchtlingen. Er sei jedoch „nicht nur öffentlich, sondern auch ein Familienmensch“ gewesen.

Die Obfrau des Pfarrgemeinderates von Haunoldstein, Anna Klaus, würdigte schließlich den jahrzehntelangen Einsatz Winklmayrs in der Pfarre, wo er etwa als Leiter des Katholischen Bildungswerkes Haunoldstein in 29 Jahren 104 Veranstaltungen organisiert habe.

(Foto: Franz Gleiss)