Domkantorei singt selten aufgeführte g-Moll-Messe von Bach

Domkantorei St. Pölten (Foto: Daniela Matjeschek)

St. Pölten, 25.04.2016 (dsp) Die selten zu hörende Missa in g-Moll von Johann Sebastian Bach erklingt am Sonntag, den 1. Mai 2016, um 18.00 Uhr im Dom zu St. Pölten. Mit der konzertanten Aufführung dieser Rarität beweist die St. Pöltner Domkantorei, die 1992 vom aktuellen Jakob-Prandtauer-Preisträger Otto Kargl gegründet wurde, einmal mehr durch die sensible und facettenreiche Interpretation alter Musik ihre herausragende Stellung unter den internationalen Vokalensembles. Außerdem wird mit der Kantate „Christ lag in Todesbanden“ eine der expressivsten Kantaten Bachs aufgeführt.

Die Missa g-moll BWV 235 ist eine verkürzte Form des lateinischen Messordinariums bestehend aus Kyrie und Gloria. An hohen Feiertagen konnte man in der lutherischen Liturgie neben Kantaten und Gemeindegesang in der Volkssprache gleichzeitig auch diese lateinische Messe hören. Im Unterschied zu Bachs Oratorien, Kantaten und der h-moll-Messe ist die Missa in g-moll selten in Liturgie und Konzert zu hören.

In der Kantate Christ lag in Todesbanden BWV 4 ist in allen Sätzen die gleichnamige lutherische Choralmelodie verarbeitet, eine der expressivsten Melodien des gesamten Choralwerkes. Bach orientiert sich sowohl stilistisch als auch hinsichtlich der instrumentalen Besetzung an der frühbarocken Tradition seines Lehrers Dieterich Buxtehude. Das Werk ist 1708 in Mühlhausen entstanden, wo Bach als Organist tätig war.

1. Mai 2016, 18.00 Uhr, Dom von St. Pölten
J.S. Bach: Christ lag in Todesbanden, Kantate BWV 4, Missa g-moll, BWV 235

Domkantorei St. Pölten
Ensemble "cappella nova strumentale"
Ludwig Lusser, Orgel
Otto Kargl, Leitung

Kartenpreis € 26,-/€ 13,- ermäßigt
Vorverkauf: Buchhandlung Schubert, 3100 St. Pölten, Wiener Straße 6,Tel. 02742/353 189-0
Abenkassa: 1 Stunde vor Konzertbeginn