Diözesanarchiv lädt zu hochkarätiger Ausstellung über Wasserzeichen

Wasserzeichen

St. Pölten, 02.11.2016 (dsp) Zur hochkarätigen Ausstellung „Ochsenkopf und Meerjungfrau“ lädt das Diözesanarchiv St. Pölten. Dabei geht es um die Papiergeschichte und Wasserzeichen vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Archivdirektor Thomas Aigner, Maria Stieglecker vom Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademien der Wissenschaften und Patricia Engel vom Research Centre for Book and Paper Conservation an der Donau-Universität Krems werden die Schau präsentieren. Die Eröffnung ist am Mittwoch, 16. November um 14 Uhr, die Ausstellung ist bis 18. November zu sehen.

Seit den Anfängen der Papierproduktion in Europa werden Wasserzeichen als Herkunfts- und Qualitätsmerkmal ins Papier eingebracht. Wie diese Wasserzeichen ins Papier kamen, welche Motive verwendet wurden, welche Bedeutung ihnen für verschiedene geisteswissenschaftliche Disziplinen zukommt, diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Ochsenkopf und Meerjungfrau“. Ochsenkopf und Meerjungfrau waren sehr bekannte Wasserzeichen, anhand solcher Hilfszeichen kann man heute ziemlich genau feststellen, an welchem Ort und zu welcher Zeit das Papier oder die Bücher stammen. Diese waren oft die Signatur oder Corporate Identity von Stiften und Gutsherren. Unter anderem wurden sie verwendet, um Papier aufzuwerten. Methoden der Wiedergabe von Wasserzeichen von der Abzeichnung bis zu radiographischen Aufnahmen werden bei der Ausstellung ebenso vorgestellt wie ihre Präsentation in gedruckter und digitaler Form.

Wasserzeichen werden seit etwa 200 Jahren in zahllosen gedruckten Katalogen dokumentiert. Im elektronischen Zeitalter ist man dazu übergegangen, die Wasserzeichen in Datenbanken zu erfassen und diese online zu stellen, wodurch die Suche und Identifikation von Papieren und Wasserzeichen wesentlich effizienter zu bewerkstelligen ist. Auch Papierhandschriften aus dem Diözesanarchiv St. Pölten wurden am Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften auf ihre Wasserzeichen hin untersucht und die Ergebnisse in die Datenbank „WZMA – Wasserzeichen des Mittelalters“ integriert.

Veranstalter sind das Diözesanarchiv St. Pölten, die Österreichische Akademie der Wissenschaften, das Institut für Mittelalterforschung, die Donau-Universität Krems/European Research Centre for Book and Paper Conservation – Restoration

Ort und Infos:
Diözesanarchiv St. Pölten
Klostergasse 10, 2. Stock
Tel.: 02742 324 321
Email: archiv@kirche.at